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Musical Magazin - Berichte - Film - Theater - Oper Schweiz - Imscheinwerfer.ch

Kritik:

Ach, was ist das doch für eine verflixte Situation, in welcher der wohlhabende Unternehmer Mamud vom Zürichberg steckt: Lebenslang hat er vor einem Teil seiner Familie ein düsteres Geheimnis verborgen und plant nun - noch vor der Hochzeit seines Sohnes Melindo mit der lebenslustigen und einem regen Männerverzehr huldigenden Rosane – reinen Tisch zu machen. Doch jedes Kind weiss es: Hat man sich erst mal in einem Netz von Lügen verstrickt, ist es nicht ganz einfach, da wieder heile herauszukommen. Der Regisseur dieser Vivaldi Ausgrabung im Opernhaus Zürich, Jan Philipp Gloger, jedenfalls traut dem (zur Barockzeit üblichen und oft am Ende ganz hastig hinzugefügten) lieto fine, dem Happyend, nicht, sondern lässt die Geschichte im fatalen Desaster enden. Das Liebespaar stirbt durch Schüsse (einem versehentlichen und einem Suizid), dem reichen Unternehmer misslingt der Selbstmord in den Abgasen seines Porsches, er wird gefesselt und unter dem Joch der Folgen seiner Lebenslüge weiter darben müssen. Die Ehefrau, welche sich schon seit geraumer Zeit esoterischem Gedankengut angenähert hatte, ist nun vollends der realen Welt abhanden gekommen und hat sich in eine imaginäre heile Welt abgesetzt. Die Mätresse (das Dienstmädchen) windet sich in hysterischen Krämpfen am Boden. Der zweite Sohn aber, der wahre Erbe, schlägt die Kapuze seines Gothic-Outfits hoch und verlässt das Lügen-Haus, schwarz und unheimlich, wie er es zu Beginn des Abends betreten hatte.

LA TRAVIATA, 18.04.2015 - Zürich

Sonntag, 19 April 2015 00:00 geschrieben von

„L' Enfer c'est les autres“ - frei nach Sartre sind es in Verdis LA TRAVIATA auch „die Andern“, welche die Liebe zwischen Violetta und Alfredo scheitern lassen: Die Kälte, die Häme, die Missgunst der schicken, vergnügungssüchtigen Demimonde. Regisseur David Hermann und der Ausstatter Christof Hetzer (Bühne und Kostüme) haben versucht, den Stoff in eine nicht näher definierte Gegenwart zu holen, raus aus den Pariser Salons des Second Empire von 1850 und rein in die Lounges der mondän gekleideten High Society der Gegenwart. Das ist durchaus statthaft, denn schon für Verdis Zeit war der Stoff ja ein zeitgemässer. Der Gewinn dieses Vorgehens hielt sich an diesem Abend jedoch in Grenzen, denn die Verlegung bewirkte beim Zuschauer nicht eine verstärkte Anteilnahme oder Empathie. Im Gegenteil: Die lackierte Oberfläche der Schickeria wurde kaum je verlassen, das traurige Schicksal der Ausgestossenen rührte nicht.

Das Beste aus Oper, Gospel und afrikanischen Traditionals: Der Cape Town Opera Chorus mit seiner neuen Show African Angels erstmals in der Schweiz

Samstag, 18. April 2015 im Theater 11 Zürich

Sie bringen die Seele Afrikas zum Klingen – die Sängerinnen und Sänger des Cape Town Opera Chorus. Bei den International Opera Awards in London wurde das herausragende Ensemble zum besten Opernchor des Jahres 2013 gewählt. In zahlreichen Inszenierungen der Cape Town Opera
von London über Paris bis Melbourne begeisterten die brillanten Stimmen Kapstadts bereits ein weltweites Publikum. Mit ihrer neuen Show African Angels feierten sie im vergangenen Sommer eine umjubelte Deutschlandpremiere in der Kölner Philharmonie. Erstmals in der Schweiz wird das Programm, das leidenschaftliche Opernmelodien genauso umfasst wie bewegende Gospels und afrikanische Traditionals, am 18. April 2015 im Theater 11 Zürich zu erleben sein. Ob „Brindisi“ aus Verdis La Traviata, Miriam Makebas „Pata Pata“ oder Klassiker von „Oh Happy Day“ bis „The Battle of Jericho“ – die anspruchsvolle und gleichermassen kurzweilige Zusammenstellung weltbekannter Musikstücke offenbart die faszinierende Vielseitigkeit der 18 ausgewählten Sängerinnen und Sänger des Cape Town Opera Chorus und ist dabei so facettenreich und bunt, wie Südafrika selbst. 

Nach einer erfolgreichen ausverkauften Cesar-Millan-Show letztes Jahr im Hallenstadion Zürich kehrt er wieder zurück in die Schweiz. So heisst es aufatmen für alle verzweifelten Hundehalter. Der internationale Hunde-Experte Cesar Millan gilt als der Erfinder des Hundeflüsterer-Programms, und er gibt sein Wissen über den richtigen Umgang mit Hunden weiter. In einer unterhaltsamen Live-Show weiht er das Publikum in seine einzigartigen Techniken ein. Im Herbst tourt er durch Europa und gastiert mit seiner «Leader oft the Pack-Live-Show» in der St. Jakobshalle Basel. Hundebesitzer und solche, die es werden wollen, unbedingt den Donnerstag, 17. Dezember 2015, reservieren.

 

 

 

GISELLE, 28.03.2015 - Zürich

Sonntag, 29 März 2015 00:00 geschrieben von

Das Ballett Zürich hat wieder eine GISELLE im Repertoire – und es ist eine überraschend schlichte, geradlinig und mit klarer Geometrie aufgebaute (wenn auch leicht unterkühlt wirkende) Zürcher Version dieses Inbegriffs des romantischen Balletts zu erleben. Nach zweimal Spoerli (1980 und 1998) hat man in Zürich nun den französischen Altmeister Patrice Bart mit der Choreographie betraut. Bart ist ein profunder Kenner des Werks. Als Étoile des Pariser Balletts hat er die Rolle des Albrecht unzählige Male getanzt und später als Ballettmeister der Opéra de Paris und als Assistent Nurejews sowie als freischaffender Choreograph viele Neueinstudierungen von GISELLE geschaffen.

 

Oper als Welttheater – nichts Geringeres schwebte Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss vor, als sie ihr Gemeinschaftsprojekt «Ariadne auf Naxos» in Angriff nahmen. Das Ziel war nicht neu, der Weg dahin schon. Das Luzerner Theater zeigt diese selten gespielte Oper ab 19. April 2015 in einer Inszenierung von Holger Müller-Brandes.

Im Hause eines reichen Mäzens werden letzte Vorbereitungen für eine illustre Opernvorstellung getroffen. Da verkündet der Haushofmeister einen Befehl seines Herrn: Um Zeit zu sparen, will man die Musiktragödie «Ariadne auf Naxos» und den heiteren Epilog gleichzeitig sehen. Fassungsloses Entsetzen hinter der Bühne. Wie sollen bloss Trauerspiel und Komödie in einem Stück zusammenfinden? Kurz darauf hebt sich der Vorhang: Ariadne, von ihrem Geliebten schnöde auf einer wüsten Insel ausgesetzt, erwartet nichts mehr als den Tod. Vergeblich versucht Zerbinetta gemeinsam mit ihren vier Freunden, die unglückliche Frau aufzuheitern und für das Leben zurückzugewinnen. Dann aber geschieht ein Wunder ...

STIMMEN 2015 – Das Programm

Freitag, 27 März 2015 00:00 geschrieben von

2015 findet STIMMEN zum 22. Mal statt. Der fünffache Grammy-Gewinner und internationale Superstar LIONEL RICHIE wird am 15. Juli die Marktplatzkonzerte in diesem Jahr eröffnen. Zwischen dem 15. und 19. Juli werden LIONEL RICHIE, BOB DYLAN,
MELISSA ETHERIDGE, SOPHIE HUNGER und schliesslich STATUS QUO die STIMMEN-Fans auf dem Lörracher Markplatz begeistern.

Köln/Berlin, 25.03.2015 – Nachdem a-ha bereits vor einigen Wochen bekannt gegeben hat, sich für einen spektakulären Auftritt beim 30. Jubiläum von «Rock In Rio» wieder zu vereinen, freut sich die legendäre norwegische Band nun umso mehr, bekannt geben zu können, dass sie im Herbst dieses Jahres ein neues Studio-Album veröffentlichen wird. Im Anschluss an das Album werden sie 2016 wieder gemeinsam auf eine internationale Tournee gehen! So machen sie auch am Montag, 04. April 2016, im Zürcher Hallenstadion halt.

Regie: Bastian Kraft Premiere: Samstag, 11.4.2015, 20 Uhr, Pfauen
Jean Genet (1910-1986), Homosexueller, Krimineller und einer der bedeu-tendsten Dichter Frankreichs, ist mit seinem Drama DIE ZOFEN ein Meis-terwerk gelungen, das zwischen Illusion und Realität von einem Spiel um Macht und Erniedrigung erzählt.
Am Samstag, 11. April, feiert das Kammerspiel in einer Inszenierung von Bastian Kraft im Pfauen Premiere. Bereits in der Spielzeit 2012/2013 stellte er sich dem Zürcher Publikum erfolgreich mit Hermann Hesses „Der Steppenwolf“ vor. Auf der Bühne werden Lena Schwarz und Olivia Grigolli als die beiden Zofen der gnädigen Frau, gespielt von Susanne-Marie Wrage, zu erleben sein.
„Ich liebe die, die ich liebe, sie sind immer schön und manchmal un-terdrückt, aber aufrecht in ihrer Revolte.“ (Jean Genet)

So wie’s Messi und Ronaldo mit den Füssen treiben, treibt’s Rima mit Händen und Mundwerk. Schnell, präzise, unerwartet und oft aus dem Rückhalt. Rima hat keine Zeit für komplizierte Dribblings, er schiesst und schiesst. Das Staccato muss stimmen. Am wohlsten fühlt sich die hyperaktive Bühnensau Rima, wenn sein Publikum aus den Lachern nicht mehr herauskommt. Das gelingt an mehreren Stellen seines höllwitzigen Hellwetziaprogramms. Rimas grossartige pantomimischen
Kurzeinlagen sind fester Bestandteil der Komik.

CRISTALLIN (CH )

Donnerstag, 19 März 2015 00:00 geschrieben von

CRISTALLIN schreibt Songs so weich, dass man sich für immer in sie hineinlegen möchte. Mit «Tides» gibt er einen ersten Vorgeschmack auf die im Frühling erscheinende EP. Darauf hüllt uns CRISTALLIN ein in träumerische Melodien und sanfte Beats und nimmt uns mit auf eine Reise in die sphärischen Weiten des Dream Pop .

Der neue König von Basel ist das mehrfach international ausgezeichnete Disney Musical The Lion King.

Einige ausgewählte Fakten:

  • Lion King hat bereits über 75 Millionen Besucher in 19 verschiedenen Ländern auf 5 Kontinenten begrüsst.
  • Die Herstellung aller Puppen und Masken beanspruchte etwa 37'000 Stunden. Das schwerste der fabelhaften Kostüme wiegt 20 kg und wird von Pumbaa getragen.
  • Ungefähr 700 Kostüme wurden speziell für die 52 Darsteller von Hand gefertigt.
  • Für die unterschiedliche Beleuchtung haben die Lichtdesigner knapp 700 Beleuchtungselemente verwendet um die unterschiedlichen Stimmungen zu erzeugen.
  • Das gesamte Equipment für die aufwendige Disney Produktion in Basel wurde mit 23 Lastwagen angeliefert.

Nun haben Sie einen kleinen Eindruck der Dimensionen dieser Produktion.

Donizettis LUCREZIA BORGIA ist bedauerlicherweise viel zu selten auf den Opernbühnen anzutreffen, obwohl diese Oper den Komponisten auf dem Höhepunkt seiner Kunst zeigt. Das Werk besticht mit einer spannungsgeladenen Handlung, einer für die Zeit differenziert ausgestalteten Charakterisierung der Personen und natürlich mit Donizetttis nie versagendem melodischen Einfallsreichtum. Das Theater St.Gallen hat mit dieser Aufführung einen szenischen Wiederbelebungsversuch gewagt – und gewonnen!

ROTE LATERNE, 08.03.2015 - Zürich

Dienstag, 10 März 2015 00:00 geschrieben von

Durch das Premierenpublikum (zu Recht) überaus wohlwollend aufgenommene Uraufführung von Christian Josts neuer Oper ROTE LATERNE am Opernhaus Zürich. Endlich ein zeitgenössischer Komponist, der es neben der spannenden Behandlung des Orchesterapparats auch versteht, Melismen und Kantilenen für die Sängerinnen (etwas weniger für die Sänger) zu schreiben. Vor allem eben für die Rollen der Frauen fand der Komponist eine differenziert ausgestaltete und  die seelischen Befindlichkeiten ausdrucksstark charakterisierend komponierte musikalische Sprache. Die feinfühlige Inszenierung von Nadja Loschky in der Ausstattung von Reinhard von der Thannen mit ihren poetischen und geheimisvoll düsteren Aspekten machte den Abend auch sehenswert und beeindruckte tief. Mit grossartigen Sängerpersönlichkeiten besetzt!

Zürich: JULIETTE, 14.02.2015

Montag, 16 Februar 2015 00:00 geschrieben von

Mit einer rundum gelungenen Premiere eines zu Unrecht selten gespielten Werks beglückte das Opernhaus Zürich gestern Abend sein Publikum. Der Hausherr Andreas Homoki und der GMD Fabio Luisi liessen es sich nicht nehmen, diese Kostbarkeit selbst zu inszenieren, respektive zu dirigieren und begeisterten mit einer überaus präzisen szenischen und musikalischen Aufführung.

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