Jan27
Am 19. Januar 2012 feierte das Musical „Elisabeth“, mit Annemieke van Dam als „Sissi“ in der Hauptrolle, im Musical Theater Basel Premiere.

Zugestanden, ich gehöre zu jenen Menschen, die sich jeweils an Weihnachten und Ostern vornehmen, die Sissi-Verfilmung mit Romy Schneider nicht mehr im Fernsehen anzuschauen. Dass man trotzdem hängen bleibt, mitfiebert und die eine oder andere Träne verdrückt, ist für „Nicht-Sissi-Fans“ unverständlich.
Im Gegensatz zur Verfilmung zeigt das Musical „Elisabeth“ die Lebensgeschichte der Kaiserin aus einer völlig anderen Perspektive: In den ersten Minuten wurde dem Premierenpublikum, zu welchem unter anderem Bo Katzman, Peter Reber und Sarah Jane gehörten, erbarmungslos klar gemacht, dass die verklärten Vorstellungen über das Leben der Kaiserin Sissi revidiert werden müssen.
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Jan24
Oper in drei Akten | Musik: Richard Wagner | Libretto: vom Komponisten | Uraufführung: 21. Juni 1868 in München | Aufführungen in Zürich: 22.1. | 28.1. | 3.2. | 5.2. | 11.2. | 14.2. | 18.2.2012

Einen dermassen stürmischen Applaus des Premierenpublikums wie nach dieser MEISTERSINGER Premiere gab's im Opernhaus Zürich schon lange nicht mehr - und die Ausführenden hatten ihn sich (mit einer kleinen Ausnahme) auch mehr als verdient. Diesen gewaltigen Brocken auf die Bühne zu hieven erfordert ein starkes, eingespieltes Ensemble, einen herausragenden Chor und ein brillantes Orchester. Unter der fulminanten Leitung von Maestro Daniele Gatti und in der die Charaktere einfühlsam und meisterhaft herausgearbeiteten Personenregie von Harry Kupfer gelang dem Opernhaus Zürich eine Wiedergabe von Wagners unvergleichlicher Oper von streckenweise geradezu exemplarischer Qualität. Daniele Gatti dirigierte (wie im Programmheft versprochen) das Werk mit zügigen Tempi, jedoch ohne zu hasten, was zu einer federnden, dynamisch fein abgestuften Wiedergabe der herrlichen Partitur führte. Wagner kann manchmal furchtbar lang und übertrieben pathetisch klingen – bei Gattis Dirigat hat man sich keinen Moment gelangweilt oder vom Schwulst erschlagen gefühlt.
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Jan18
Der Gründer des Circus Conelli Cony Gasser hatte Jahr und Jahr grossen Erfolg mit seinem Circus. Als er im Jahre 2007 starb, übernahm sein Sohn Roby Gasser die Weiterführung des Circus Conelli. -Unterstützt wird er durch seine Frau Cindy und seine Schwester Nadja. Roby und Nadja Gasser haben das Zirkus-Handwerk bei ihren Eltern von der Pike auf gelernt. Sie traten weltweit mit Seelöwen auf und wurden am Circusfestival von Monte Carlo mit den höchsten Preisen ausgezeichnet: Roby 1981 mit dem Goldenen Clown, Nadja 1989 mit dem Silbernen Clown. Nach dem Tod seines Vaters hat Roby Gasser 2011 zum vierten Mal in Alleinregie die Verantwortung für das Programm in Zusammenarbeit mit seiner Frau Cindy, die wieder für die Choreographie zuständig ist, und mit seiner Schwester Nadja und deren Ehemann Leszek Streich.
Imscheinwerfer: Sehr geehrter Herr Gasser,
wie geht es Ihnen nach der heutigen bezaubernden Show?
Roby Gasser: Ausgezeichnet. Die Resonanz war hervorragend. Wenn die Gäste lachen, dann bin ich zufrieden.
Imscheinwerfer: Wie unterscheidet sich das dies jährige Konzept von Circus Conelli von den bisherigen Veranstaltungen?
Roby Gasser: Unterschiede gibt es oft. Wir engagieren jedes Jahr eine Vielzahl von Künstlern.
Es gibt immer wieder neue Nummern. Das Konzept ist aber im Grossen und Ganzen in etwa dasselbe. Im Gegensatz zu den übrigen Zirkussen haben wir kaum Unterbrechungen. Unsere Show hat einen Anfang und ein Ende, was sie zum Abenteuer macht. Der Zuschauer wird von einem Moment zum nächsten gerissen. Es gibt keine Lichtschwankungen und nicht einmal Requisiteuren. Zumindest bemerkt man sie kaum, weil sie in der Show miteingebaut sind.
Der Anspruch an uns ist um einiges höher, weil unsere Zirkusshow während der Weihnachtszeit spielt. Dementsprechend müssen wir die Weihnachtsstimmung und die Romantik in unserer Show wiedergeben.
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Jan18
Premiere im Schauspielhaus Zürich am 14. Januar 2012.
Mit: Christian Baumbach, Matthias Bundschuh, Jean-Pierre Cornu, Fritz Fenne, Aurel Manthei, Michael Neuenschwander, Alexander Maria Schmidt, Lilith Stangenberg, Kate Strong, Friederike Wagner
Da draussen in der Wachau,
Die Donau fliesst so blau,
Steht einsam ein Winzerhaus,
Da schaut ein Mädel heraus.
Hat Lippen rot wie Blut,
Und küssen kann sie gut,
Die Augen sind Veilchenblau
Vom Mädel in der Wachau.
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Jan10
Aufklärung unter der israelischen Mauer
233 Jahre nach seinem Erscheinungsjahr spielt das Theater St. Gallen Lessings Nathan der Weise und zeigt, dass die Thematik dieses Werkes bis zur heutigen Zeit nichts an Aktualität verloren hat.
Unbarmherzig thront die israelische Mauer über einer trostlosen Kulisse aus achtlos weggeworfenen Plastikstühlen, Autoreifen und anderem Gerümpel. Einzig einzelne Banksy-Graffiti auf dem Mauerwerk bringen etwas Leben in die ansonsten grau in grau gehaltene Szenerie. Kampfflugzeuge dröhnen über den Schauplatz, während auf der anderen Seite der Mauer bewaffnete Soldaten lauern. Nein, dies ist keine Dokumentation zur momentanen Lage im Nahen Osten, sondern Schauplatz für die St. Galler Inszenierung von Lessings Nathan der Weise, welche durch das Kriegsgetöse ihren Startschuss erfährt.
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Jan09
My fair Lady im Theater Winterthur, Vorstellung vom 02.01.2012
Schon bald 56 Jahre sind seit der Uraufführung am 15. März 1956 in New York vergangen. Die erste deutschsprachige Aufführung fand im Berliner Theater des Westens am 25. Oktober 1961 also vor mehr als 50 Jahren statt.
Als echter Dauerbrenner mit wunderbaren, unvergänglichen Melodien wie „Es grünt so grün“, „Ich hätt getanzt heut Nacht“, „ In der Strasse wo Du wohnst“, „Ich bin gewohnt an Ihr Gesicht“ und vielen mehr, erzählt My fair Lady (Buch und Liedtexte Alan Jay Lerner, Musik Frederick Loewe) die Geschichte des armen Blumenmädchens Eliza Doolittle, das vor 100 Jahren in London ein erbärmliches Leben führt. Der gut betuchte und angesehene Sprachprofessor Henry Higgins, fasziniert von der rüden Gossensprache Elizas wettet mit dem ebenfalls sprachbegeisterten Oberst Pickering, dass er Eliza binnen 6 Monaten eine feine, perfekte und noble Sprache beibringen und Sie so in die feine Gesellschaft Londons einführen könne. Nach sehr harzigem Beginn gelingt das schier unmögliche Experiment und in diesem Falle machen nicht nur Kleider Leute, sondern eben eine fein und höflich artikulierte Sprache. Die Geschichte beleuchtet das Gefälle zwischen Arm und Reich und spiegelt die erbarmungswürdigen Zustände in London um 1912.
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Jan09
Zwei Farse in je einem Akt | Musik: Gaetano Donizetti | Uraufführung Convenienze ed inconvenienze teatrali: 21. November 1827 in Neapel | Libretto: Domenico Gilardoni | Uraufführung I pazzi per progetto: 7. Februar 1830 in Neapel | Libretto: Domenico Gilardoni | Aufführungen in Zürich: 27.12. | 29.12.2011 | 1.1. |2.1. | 4.1. | 7.1. | 8.5. | 3.6.2012
Eigentlich hätte man ja zwischen den beiden gewichtigen Premieren von PALESTRINA und den MEISTERSINGERN VON NÜRNBERG darauf gehofft, etwas durchatmen, sich einen leichtfüssigen, unterhaltsamen und unbeschwerten Opernabend gönnen zu können.
Viel versprechend und locker ging der Abend dann auch los: Das Orchester sass in Alltagskleidern im Graben, auf der Bühne trudelten nach und nach die Beteiligten ein, pflegten ihre Mätzchen, heischten nach Aufmerksamkeit oder blödelten herum. Selbst der Maestro (Paolo Carignani) erschien im orangen T-Shirt, Jeans und knallroten Turnschuhen. Der Komponist warf den Sängern die Klavierauszüge zu und die turbulente Probe konnte beginnen. Die Primadonna (mit umwerfend ordinärem Prahlgesang und strahlkräftiger Höhe: Jessica Nuccio) lieferte sich schon einmal einen kleinen Divenkrieg (Striptease gegen Hermelinmantel) mit dem Kastraten (herrlich burschikos und mit satter Klangfarbe: Thomas Lichtenecker), der Ehemann der Primadonna, Procolo, setzte sich mit stets mit Vehemenz, Schosshündchen und wunderbar schrägem Gesang (erneut ein starker Auftritt von Massimo Cavaletti) für die Vorrechte seiner Gemahlin ein. Zusammen mit dem Komponisten (Gezim Myshketa), dem stets kompromissbereiten Poeten (mit stoischer Gelassenheit: Morgan Moody), der untalentierten Seconda Donna (Mariana Carnovali), dem Impresario (Davide Fersini) und dem aussichtslos gegen den Kaffevollautomaten kämpfenden Tenor (umwerfend akzentreich parlierend und eitel: Christoph Strehl) schwang sich die auserlesene Sängerschar schon mal zu einem Ensemble erster Güte auf, dieser Beginn war sowohl musikalisch als auch inszenatorisch grandios. Dann folgte der Auftritt der Mamm´Agata, der Mutter der Seconda Donna: Anton Scharinger war kaum zu erkennen, eine derbe Proletin mit strähnig-fettigem Haar, schwarzen Strümpfen, Jeans Hotpants und Lederjacke. Da haben die Maske und die Kostümabteilung (Kostüme: Heide Kastler) aus dem Vollen geschöpft und wunderbare Arbeit geleistet. Viele Gags sollten noch folgen, doch irgendwie schien die Luft nach dem fulminanten Beginn draussen zu sein. Trotz spritzigen Musizierens und Agierens sprang der Funke nicht, die Farce lief sich tot. Scharinger offenbarte zwar sein komödiantisches Talent, vermochte jedoch sein unterdessen etwas dünn gewordenes Volumen nicht zu kaschieren. So blieb einiges der humorigen Auftrittsarie, die spassige Lautmalerei, mit der er dem Komponisten die Instrumente schildert, auf der Strecke. Sehr einnehmend gestaltete er hingegen die aus Rossinis OTELLO zitierte Romanze der Desdemona, bei der er den Text so herrlich verdrehte.
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Dez27
Am 22. Dezember 2011 feierte "Grease – The Musical" Schweizer Premiere im Musical Theater Basel. Die Vorstellung war ausverkauft, die folgenden sind bereits gut gebucht. Ein Erfolg, auch hier in der Schweiz, der nicht abreisst. Nicht erst seit John Travolta 1978 den singenden Verführer im gleichnamigen Film gespielt hat, ist Grease das populärste Musical der Welt. Als es am 14. Februar 1972 am Broadway dem New Yorker Publikum vorgestellt wurde, war dieses begeistert – und die Begeisterung hielt siebeneinhalb Jahre an. Grease war 1979 das am längsten gespielte Musical am Broadway. Der erste Export nach Europa misslang 1973 jedoch, in London floppte Grease und wurde bereits nach neun Monaten abgesetzt. Als der Film 1978 die Kassen der Kinos füllte, stieg die Nachfrage nach dem ersten High School Musical wieder – und Neuproduktionen gingen über alle Kontinente hinweg auf Tournee. Der Soundtrack thronte 12 Wochen als Nummer 1 in den US Charts, auch dank prominenter Unterstützung der Bee Gees, welche einige Stücke beigetragen hatten.
Eine dieser Neuproduktionen von David Gilmore gehört seit den Neunzigerjahren zu den erfolgreichsten überhaupt und ist nun in deutscher Fassung bis am 15. Januar 2012 im Musical Theater in Basel zu sehen. Im kommenden Jahr, vom 1. Mai bis voraussichtlich 28. Mai 2012, wird die Crew im Theater 11 gastieren.
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