Redaktueren Login

Musical Magazin - Berichte - Film - Theater - Oper Schweiz

neusten Beiträge

Nuhr ein Traum - Dieter Nuhr, Kongresshaus Zürich

quelle http://www.actnews.ch

Es lohnt sich absolut, Dieter Nuhr live zu sehen - so lange er noch einen Kopf hat. Mit den zielsicheren Knock Outs gegen die Islamisten zeigt Nuhr grossen Mut und streckt seinen Kopf oft weit aus dem Fenster. Lacher sind gewiss, aber auch Schmetterlinge im Bauch. Da hat er vom heiligen Franziskus in Rom weit weniger zu fürchten. Oder von den Schweizern: Gibt es „Bauer sucht….“ noch? Ich rate gerne mit: wer ist Bauer, wer ist Frau – und wer sind die Tiere auf dem Hof. Da wirken ein paar einführende Worte über die Schweiz und die Schweizer schlicht verträumt. Keine Gefahr drohe den Schweizern, wenn die Ozeane bis 2050 um 83 cm steigen werden – doch, meint er, wie soll ich diesen sehr genauen Prognosen glauben, wenn die Wetterleute das Wetter nicht mal auf 2 Wochen hinaus voraussagen können. Die Schweiz müsse endlich autofähig werden, meint er. In den vielen 30er Zonen möchte er gerne auf den Verkehrstafeln eine Null hinzufügen und dann mit Vollgas hindurch.

Zweieinhalb Stunden dauert die Einmanncomedy – ohne Zugabe. In dieser kommt Nuhr noch ein zweites Mal in Fahrt. Dann verschwindet er schliesslich mit Mikrophon und iPad in der Hand im Schwarz der Bühnenvorhänge. Der iPad wurde von ihm fleissig gestreichelt, manchmal auch mit benetztem Finger, als wärs eine Zeitung. Der unglaublich wortgewandte Nuhr scheint allerdings ein sehr schlechtes Zahlengedächtnis zu haben, muss er doch auf dem iPad die Höhe des Meeresspiegelanstiegs „nachschlagen“, oder, die 50% der Bevölkerung, die in Deutschland 95% der Steuern bezahlen. Auswendig dagegen die köstlichste Verdrehung von Statisiken – überprüfen kanns eh niemand.

Nuhr verblüfft durch athletisches Durchhaltevermögen, sportlich gekleidet mit Addidas an den Füssen und einem grauen T-Shirt vor der Pause und einem weissen danach. Tiefschlag auf Tiefschlag, kaum die vielen Lacher und den nicht seltenen Applaus abwartend, zeigt er Stehvermögen. Wie macht er das nuhr? Act Entertainment, die Organisatorin, gibt zwar keine Antwort, doch gibt sie uns die Möglichkeit, live dabei zu sein. Noch.

Read more...

Geschrieben von Reto Agosti



k2_ON Mittwoch, 24 September 2014 00:00 in Musical Berichte

Helge Schneider vom „Sinn im Unsinn“

Auf seiner Europatournee besuchte Helge Schneider „offenbar“ auch das Volkshaus in Zürich.

Wieso in aller Welt den „offenbar“, nun ich war zwar da, dass aber auf dem aller schlechtesten Platz unmittelbar hinter einer Säule, hörte zwar den Komiker, sehen konnte ich Ihn aber wirklich nicht.

Was ich gesehen hätte, hätte mir wohl gefallen! Denn was ich hörte, war wirklich beachtlich.

An dieser Stelle sei vermerkt, dass ich nun wirklich kein bekennender Helge Schneider Fan bin. Ich fand seinen Klamauk, seinen Megahit über das Katzenklo ziemlich blöd und ging mit einer sehr tiefen Erwartung an diesen Anlass. Das Publikum tobte bereits lange vor dem Beginn des Konzertes, ich glaubte tatsächlich im „falschen Film“ zu sein. Eines muss man dem Künstler lassen, er ist ausgesprochen authentisch und hat einen hohen Wiedererkennungswert, einen zweiten Helge Schneider gibt es tatsächlich nicht. Er erinnerte mich mit seinen jazzigen Liedern ein bisserl an die Anfänge des Musicals, haben doch seine Songs nicht einen stehenden Text, sondern werden diese vom Konzert zu Konzert  variiert, Helge ist ein Meister der Improvisation. Stopp, er ist auch ein Meister der Musik, wurde 2008 zum Klavierspieler des Jahres gewählt und erhielt 2012 den deutschen Comedy Preis. Zum Ersteren, Schneider spielt eine Vielzahl von Instrumenten, Hammondorgel, Trompete, Cello, Schlagzeug, Blockflöte, Geige, Gitarre, usw.

http://files.newsnetz.ch/story/1/0/4/10432931/3/topelement.jpgSelbst spricht er davon, dass er einer sei, der den „Sinn im Unsinn“ findet, speziell neckisch ist, wenn er sich über Udo Jürgens, Peter Maffay oder Howard Carpendale lustig machte. Auch Tina Turner kriegt ihr Fett weg, der Künstler rühmt sich damit, dass er seinen Bühnenanzug seit 40 Jahren trägt, Tina Turner könne Ihre Bekleidung auch noch heute tragen, aber höchstens in der Tüte. Die Band, bestehend aus Klassemusiker wird auf witzige Weise zur „Sau“ gemacht, aber alles ist ungefähr so ernst und liebevoll gemeint, wie der vorgeschlagene „Abbau“ des Matterhorns.

 Helge Schneider ist zweifellos eine eigeständige Kultfigur, die Tatsache dass ich Ihn unmittelbar erleben durfte, hat mein Bild von Ihm massgeblich verändert. 

Read more...

Geschrieben von Daniel Fischer



k2_ON Mittwoch, 10 September 2014 00:00 in Musical Berichte

CIRCUS MONTI - ZUM DREISSIGSTEN – GRATULATION!

Der Circus Monti feiert  in diesem Jahr seinen dreissigsten Geburtstag und damit es alle sehen, gastiert er auf dem Sechseläuten Platz in Zürich. Das dreissigste Jahr sich bei so viel guter Konkurrenz (durch)halten zu können ist schon was, verdient meinen vollen Respekt.


Nicht vergessen darf, dass es sich eigentlich im Vergleich um eine Low-budget Produktion handelt. Der seinerzeitige Gründer Quido Muntwiler schrieb:

"Die Leute sollen kommen und Freude haben und  spüren", dies ist den Machern zweifellos auch dieses Jahr gelungen! Die Requisiten sind in dem Circus nicht teure Pferde und Elefanten, sondern Seil, Trapez, Diabolo und Schwungrad.


Da gab es verschiedene Höhepunkte. Die akrobatischen Stunts von Hand in Hand aus Kambodscha führten dazu, dass man den Atem anhielt, wiederum wurde der hohe Standard asiatischer Akrobatik eindrücklich unter Beweis gestellt. Auch Roue Cyr Aimé Morales aus Venezuela wusste mit seinem gemischten Auftritt als  Clown und Jongleur zu begeistern, es überrascht nicht, dass er in diesem Jahr eine Goldmedaille am Festival Mondial du Cirque de Demain in Paris gewonnen hat und zusätzlich den Publikumspreis; auch in Zürich spielt er gekonnt mit dem Zuschauern. Die Zauberdarbietung ist okay, dagegen sind die Diaboloshows etwas für das schnelle Auge, fünf Diabolos gleichzeitig sind echt "teuflisch“, nichts ist hier mit dem Diabolo unmöglich. Die Kontorsionen der Schlangenfrau Anaëlle Molinario aus Frankreich lassen sich sehen, da ist kein Körperteil vor der " Biegung " sicher.

Die dritte Dimension ist am Trapez durch Nella Niva und Sinna Lenthinen, beide aus Finnland vertreten. Nicht mein Ding  - dies sahen aber viele Zuschauer anders- waren die Schweizer Clowns Ursina und Charlotte. Speziell in zweiten Teil waren Sie für mich schlichtweg "too much" präsent.

Nichts desto trotz ein gelungener und empfehlenswerter Abend.

 

 

Read more...

Geschrieben von Daniel Fischer



k2_ON Freitag, 29 August 2014 00:00 in Musical Berichte

Die Zauberflöte als Fantasy Spektakel

Mozarts „Zauberflöte“ gehört weltweit in den Opernhäusern zu den meistaufgeführten Werken. Als schrilles und faszinierendes Opern Spektakel auf Europas grösster Seebühne am Bodensee ist diese Aufführung jedem Liebhaber von Opernaufführungen, zu empfehlen – sofern noch Eintrittskarten erhältlich sind. Zauber heisst jetzt Fantasy, wäre ich fast gewillt zu schreiben.

Dominiert wird diese Aufführung von Marie-Jeanne Leccas phantasievollen Kostümen. Zauber und die Wiener Symphoniker ergänzen die Fantasy musikalisch farbenfroh. Ein imposantes Bühnenbild mit 27 Meter hohen Drachen, der riesige Schildkrötenpanzer mit dem aufblasbaren Seegras oder die tollkühnen Flugakrobaten verbunden mit wunderschöner Natur, machen die Aufführung tatsächlich zu einem zauberhaften, skurrilen,  Fantasy Spektakel; ein optisch überwältigendes Märchen. Es ist bewundernswert, wie es dem Regie führenden Intendanten David Pountney gelungen ist, Spektakel und Tiefe, Ernst und Unterhaltung zusammen zu bringen.

Mit (negativ) kritischem Blick betrachtet, könnte man anbringen, dass auf populistische Art eine zwar wunderschöne Bühnenshow entstanden ist, dies jedoch auf Kosten von einer der besten musikalischen Werke Mozarts. Dies ist aber nicht meine Meinung. Für mich der einzige Nachteil an der Aufführung ist, dass man den Inhalt von Emanuel Schikaneder versteht, diese Story ist aber wirklich nicht so toll.

 

 Was die Bregenzer Festspiele zeigen, ist effektvolle Opernunterhaltung des 21. Jahrhunderts. Ein Fantasy Märchen nicht nur für Erwachsene. Persönlich würde ich mir wünschen, dass während einer unterhaltsam anspruchsvollen Aufführung von über 140 Minuten einmal doch eine Pause gemacht wird.  Für die gutschmeckenden und perfekt funktionierenden Gastronomie  rund um die Räumlichkeiten der Seebühne ein Mehrwert. In Wallenstadt ist das womöglich, gar keine schlechte Lösung.

 

Alles in allem eine Super Show.

Daniel Stulz

Read more...

Geschrieben von die Redaktion



k2_ON Mittwoch, 30 Juli 2014 00:00 in Berichte

MY FAIR LADY- MY FAIR HEIDI : Eine gelungene Kombination!

Ob ein Künstler in einem Casting Erfolg hat, hängt häufig davon ab, welchen Song er wählt. Die Walenseebühne musste nach ihren Heidimusical ein geeignetes Stück finden, in dieser Spielzeit ist Ihr das zweifellos mit "My Fair Lady" im Sinne eines Volltreffers gelungen. Der Besuch der Show, die noch bis zum 23.August gegeben wird, ist zu empfehlen, ein rundum gelungener Abend erwartet sie! Westendniveau erreicht das Erlebte aber dennoch ( noch?) nicht. 

 
1956 hatte "My Fair Lady" am Broadway Premiere,1964 wurde es mit Audrey Hepburn zum Wegbereiter des Musicals in Europa schlechthin.Die Musik stammt von Frederick Loewe, der Einfluss der Wiener Operette ist unverkennbar, Alan Lerner (er)schuf in Analogie zu Bernard Shaws Pygmalion das "Libretto".

Gemäss dem American Film Institute ist das Musical der acht erfolgreichste Musicalfilm aller Zeiten, "Singing In The Rain" führt die Liste an ,der Song "Ich hätt' getanzt heut' Nacht" ist Nummer siebzehn der erfolgreichsten Lieder, Amerikas Liebling ist wenig überraschend "Over The Rainbow". Die Stärke des Werkes liegt aber darin, das ein recht überzeugende Story von für mich sehr schöner Musik begleitet wird, wobei fast jeder Song zum Hit wurde.

Die Macher der Walensee Bühne hatten aber noch eine andere Herausforderung zu bewältigen, sie benötigten eine geeignete Solistin für die tragende Rolle der Eliza Doolittle. Die Besetzung mit dem Schweizer "Musicalstar" Eveline Sutter ist ein voller Erfolg. Eveline singt sich vollkommen durch das Stück. Ihre komödiantischen  Einlagen verdienen volle Anerkennung, diese Eliza ist stark, man glaubt Ihr, das es sich um Ihre Traumrolle handelt. Alexander Franzen als Professor Higgins überzeugte vor allem im zweiten Teil, wo er insbesondere das Pygmalionmotiv sehr glaubwürdig herüber brachte.

Was macht die Walensee 5,5 Millionen Produktion aber aus? Die "Sprachproblematik" mit einem gehörigen Schuss Swissness nämlich Mundart auszufüllen ist gekonnt -dieses Element fehlte eben gerade bei der vergangenen Tell -Produktion-, Rollschuhe, Feuerwerk und Spiegelballet gute Einfälle; das Ganze hätte noch etwas moderner und dynamischer daher kommen können, insbesondere das  Bühnenbild entfacht erst im zweiten Teil seine Wirkung, ist der Schwachpunkt, Holz und Wasser geben eben mehr her.
Aber ...die Aufführung ist witzig, der Cast von Niveau, das Positive überwiegt bei weitem.
 
Letztlich kam man noch ins "grübeln", haben wir nicht auch heute eine gewisse sprachliche Verwilderung"'Mann" und ...hat der Satz aus dem Musical" Kennen Sie den keine Moral? Nein, diesen Luxus kann ich mir nicht leisten. "leider zu viel aktuelle Bedeutung?

 

Read more...

Geschrieben von Daniel Fischer



k2_ON Donnerstag, 24 Juli 2014 00:00 in Musical Berichte

Newsletter

Anmelden

captcha  

Der Newsletter erreicht mehrere tausend Leser. Nach der Registrierung erhalten Sie ein Bestätigungsmail.

Beiträge Kalender

« November 2012 »
Mo Di Mi Do Fr Sa So
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30