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Musical Magazin - Berichte - Film - Theater - Oper Schweiz

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Weihnachtszirkus "Himmel auf Erden"

Im Jahre 2000, 2002 sowie 2004 produzierte Godnews Productions die Show „ Himmel auf Erden“.

2014 wagt die Produktionsfirma ein Neuanfang, zusammen mit der Carré Event AG von Reto Caviezel und Oliver Höner. In diesem Jahr eine Friedenshow zu produzieren, bei all den weltweiten Unruheherden, ist nicht gerade einfach. „Himmel auf Erden“ versucht es und wird sich ab nächster Woche mit den zwei „angekommen“  Weihnachtsshows von Zürich „Circus Conelli“ und „Salto Natale“ messen müssen. Die Idee des Spektakels ist, dass die Jahreskonferenz der Weihnachtsmänner kurzfristig von New York nach Zürich verlegt wurde.

Überraschender Weise werden diese Aktivitäten von einer Zürcher Radiostation begleitet,  die Sprecherin, die aus nicht nachvollziehbaren Gründen „Moneypenny“ heisst und schwergewichtig englisch spricht?

Für die musikalische Umrahmung sorgen Freedom Jazz, eine 12-Damen Band aus der Ukraine, die Ihre Einlagen mit „nettem Gezwitscher“ begleiten.

Duban Nickol leitet auf englisch durch die Show. Überzeugen konnte mich einzig seine Nummer „die Tücken des Mikrofons“ im Zusammenhang mit dem Trampolin.

Peinlich waren teilweise die Darbietung vom Duo Blind Date, Menschendressuren finde ich eher unwürdig. Die Nerdgestallt Sheldon Cooper würde dem Artisten wohl sagen, er erbringe wirklich eine bemerkenswerte Lebensleistung.

Highlights sind die artistischen Acts von Rémi Martin Lenz und des Trios Tridiculous.

Es wird interessant sein, ob sich diese Show gegen die starke Konkurrenz durchsetzen kann.

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Geschrieben von Daniel Fischer



k2_ON Donnerstag, 20 November 2014 00:00 in Musical Berichte

Kriens Saturday Night Fever – beste Produktion ever


Ich bilde mir ein, nicht eben grosszügig mit Superlativen zu sein. Ich bin mir bewusst, wie schwierig es ist innerhalb der Grenzen einer Kleinen Bühne gut Regie zu führen. Nun ist mir zu Ohren gekommen, dass das le Théâtre 700 Bewerbungen von Darstellern für diese Produktion hatte. Eines steht fest, dass Kleintheater hat das Interesse optimal genutzt und die Vorführung in jeder Hinsicht optimiert. Ein Cast auf so hohem Niveau war in Kriens noch nie zu sehen. Noch nie waren so viele gute Tänzer gleichzeitig auf der kleinen Bühne!

In der letzten Woche durfte ich „Swiss Päck“ und „Z wie Zürich“ in Zürich beiwohnen. Wenn wir aber von hochstehender Unterhaltungskunst im Schweizer deutschsprachigen Raum während der Weihnachtszeit sprechen, muss die Krienser Produktion an vorderster Stelle miterwähnt werden. Die 45 Minuten Fahrt nach Kriens lohnen sich auch für einen Zürcher alleweil.

Zur Einzelkritik: Tony Manero wird glaubwürdig von Tino Andre Honegger verkörpert. Er überzeugt mit seinem Tanz, es macht den Eindruck, als wäre ihm die Rolle auf den Leib geschnitten. Auch Julia Fechter ist wieder dabei, sie bringt die verschiedenen Fassetten von Stephanie glaubwürdig zum Ausdruck. „Deer“ Sänger in der Rolle des Bobby C, ist ohne Frage André Naujoks. Seine Interpretation von „tragedy“ lässt aufhorchen. Überzeugend wie immer ist die Stimme von Irene Straub. Sandra Leon und John Davis sind für die Komik im Programm zuständig. Gerade dieses Element überzeugt in der Neuproduktion speziell.

Es ist fast müssig, die Regie von Isabelle Flachsmann zu erwähnen.

Persönlich liebe ich die „Bee Gees“. Was kann es schöneres geben als diese Musik, dargebracht auf hohem Niveau.

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Geschrieben von Daniel Fischer



k2_ON Montag, 10 November 2014 00:00 in Musical Berichte

„Z wie Züri“ – „G wie Gut“

Am 06.11 hatte im Zürcher Bernhardt Theater das Cabaret Musical bzw. das Zürcher Kleinmusical bzw. die Musical Revue „Z wie Züri“ Premiere.

Die Geschichte ist schnell wiedergegeben, handelt es sich doch um eine Modifikation des berühmten Motivs des rettenden Engels. Der Himmel stellt fest, dass sich Zürich auf einem falschen Weg befindet, es wird ein Engel ernannt, der ein Augenschein nehmen soll, um den Untergang der Stadt allenfalls zu verhindern.

1_DSC0056Der Produzent André Keller war in zweifacher Hinsicht sehr mutig. Erstens lud er einen Berner Kritiker, nämlich einen Berner namens Daniel Fischer zur Premiere ein,  der zwar in Zürich wohnt, aber immer noch stark mit Bern verbunden ist. Zweitens wählte er ein Stück, das nicht zur ersten Garnitur gehört. Ab 1964 schufen Hans Moeckel und Hans Gmür vier Musicals, nämlich „Bibi-Balu“, „Golden Girl“, „Viva Banana“ und „Pfui Martina“, wobei nur die ersten zwei wirklich „einschlugen“. 1975 erschufen diese Macher gemeinsam drei weitere Werke, nämlich „Z wie Züri“, „Ciao Ticino“ und „Wachmeister Rösli“, das Erste hatte einigermassen Erfolg, keinesfalls aber vergleichbar mit jenem vom „Bibi-Balu“. Mit anderen Worten die Produzenten wählten kein absolutes Hit-musical, sie gingen ein gewisses Risiko ein.

Dieses hat sich aber gelohnt, bis zum 6. Januar nächsten Jahres können Krethi  und Plethi ins Bernhardt Theater wandern und die lustige Show geniessen. Natürlich wurde das Drehbuch angepasst, Domenico Blass zeichnet dafür. Da kam von „abferheite“ Zürcher Verkehrskonzept bis zur NSA über den Zürcher Beamten-Filz alles zur Sprache. Als der Engel mit einem Kenner von Zürich reden will, denkt man zuerst an die Stadtpräsidentin, um dann festzustellen, diese komme auch nicht wirklich draus. Mich störten einzig die Kostüme, einerseits sollte das Ganze in der Gegenwart spielen, die Bekleidung war aber gar nicht gegenwartskonform. Die Regie von Björn Bugiel hatte durchaus originelle Momente, ich denke vor allem an die Eröffnungsszene und die Aufnahme eines Werbespots sowie die technische Einblendung der Göttin. Auch die Zürcher Verkehrsbetriebe werden auf die Schippe genommen, ist es doch so, dass bei den Zentralen Leitstellen Durchsagen ein „Tuetscher“ die Neuigkeiten verkündet. Gesamthaft war die Regie aber altbacken, auf so einer kleinen Bühne ist das aber nicht einfach, das Ganze hatte durchaus Charme.

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Ich schätzte es, dass man nicht ein ganzes Star Aufgebot auftreten liess. Mich überzeugte am meisten Peter Zgraggen als Teufel, aber auch Flavio Dal Molin als
Engel Hugo und Sarah Kappeler machten Ihre Sache gut. Bei Kamiln Krejči hatte ich zeitweise Probleme, ihn akustisch zu verstehen. Auch die Musik ist ganz heiter, wenn da über den Zauber von Zürich und dem neuen Schutzengel gesungen wird, kommt das sehr nett und charmant daher.

Es ist vernünftig, dass die ganze Show nur anderthalb Stunden dauert, ich empfehle den Besuch, es wird sicher ein heiterer Abend.

P.S: Übrigens Zürich geht nicht unter, obwohl es für die Rettung der Heiligen  in der Stadt keine Arche sondern nur ein Pedalo bräuchte.

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Geschrieben von Daniel Fischer



k2_ON Freitag, 07 November 2014 00:00 in Musical Berichte

Swisspäck –Achtung, fertig… Brand!

Für die Ungeduldigen unter Ihnen beginne ich mit dem Schlussfazit:

Offen gestanden war ich gestern nach der Premiere von „Love and Marriage“ im Zürcher Hechtplatz Theater ganz schön „dürre“ (geschlaucht)… vom vielen Lachen!

Doch beginnen wir mit dem wWanderful-56irklichen Anfang. Dieser fand eigentlich vor vier Jahren statt, als drei absolute Vollblutmusiker, Komödianten und Schauspieler nämlich Eric Hättenschwiler, Fabio Romano und Gregor Altenburger die Schweizer Version von „Rat Pack“ erschufen. Gestern wurde ich Zeuge der „Zweiendhalbsten“ Version, der Auftritt letztes Jahr in der Comedy Christmas Show war nur bedingt neu. Das Spezielle an der ganzen Sache ist, dass die Künstler gleichzeitig die Autoren des Programms sind, wobei offenbar auch Domenico Blass und Roman Riklin – zwei Grössen des Schweizer Showbusiness – ihren „Senf“ dazu gaben. Regie führt auch dieses Mal Dominik Flaschka, ich kann mir nicht vorstellen, dass der eine oder andere gute Gag nicht von ihm stammt.

Ziel einer jeden Produktion müsste eigentlich sein, Fortsetzung Shows zu generieren, mit anderen Worten das Publikum so zu „manipulieren“, dass es nach diesem Event „lechzt“. Genau dies ist hier geschehen. Swisspäck wurde zu einer Marke, einem Brand, man kann nicht genug davon haben, man möchte jedes Jahr eine neue Show erleben.

Liebe Leser, dies „können Sie haben“, die drei Künstler sind bis zum 29. November dieses Jahres im Hechtplatz zu „belachen“, im nächsten Jahr sind vom September bis Oktober, 2016 Januar bis Februar Spieldaten vorgesehen.

Der „Modus Operandi“ sieht wie folgt aus, berühmte Songs werden mit neuen, originellen Texten gepaart. Bei den Musicals nennt man so etwas Compilation oder Jukebox Musical. Die gelungene Übertragung dieses Konzepts ist die eigentliche Leistung von Eric, Fabio und Gregor. Von „17 Jahr blondes Haar“ bis zur „Venus vo Bümpliz“ ist alles vertreten, der Zuschauer wird darüber hinaus von einem ulkigen Polterabend, einer Striptease Show und einer eigenwilligen Version von Aschenbrödel überrascht. Eric gibt in letzterer die St. Galler Märchen Tante Trudi Gerster, „das unmögliche St. Galler Dütsch“ war mir noch nie so sympathisch. Doch da wäre noch viel mehr zu sehen, der Gag mit dem Lügendetektor, die vom Hund zu Mund Beatmung, eine neue Nummer von Fabio mit seinen Eltern und und und..!

Abschliessend darf ich zu dieser gelungenen Show gratulieren, wenn Sie über originelle Witze und Gags lachen wollen, Evergreen geniessen möchten, können Sie das mit Swisspäck erleben.

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Geschrieben von Daniel Fischer



k2_ON Donnerstag, 06 November 2014 00:00 in Musical Berichte

Tanguera – The spirit of Tango

Von Ronen Fischer

Ein Hauch von Südamerika war an der Premiere des Tanzspektakels Tanguera im sonst so  schweizerischen Theater 11 zu verspüren. Das Publikum, dass sich mehrheitlich aus Frauen und Pärchen zusammensetzte – die Jugend war nur wenig vertreten – nahm den Funken gerne auf und  forderte dann eine Zugabe. Der Abend begann sehr vielversprechend, vor dem eigentlichen Show-beginn tanzten einige Unermüdliche vor der Bar im Foyer Tango; apropos Vorstart das Musical „Once“, welches weltweit Riesenerfolge zelebriert, beginnt ähnlich, spielen doch verschiedene Musikanten bevor der erste Akt anfängt an der Bar ihre irischen Melodien.

Sie werden fragen: Was ist Tanguera? Es hat offenkundig etwas mit Tango zu tun. Die nächste Frage muss lauten, was ist Tango?

Tango ist ein mit viel Leidenschaft dargestellter ursprünglich argentinischer Tanz, welcher von Paaren dargeboten wird. Schlüsselbegriffe sind Erotik, Sinnlichkeit und das Ausserordentliche, dass die Tänzer in ihrer Begeisterung deutlich machen. Die Veranstalter sehen Tanguera als Tango-Musical. Aus meiner Sicht wird hier der Musical-begriff massiv überinterpretiert. Geschichte und Gesang sollten schon etwas dominanter vorkommen als in Tanguera. Ohne Zweifel steht bei diesem Werk der Tanz und die Tänzer absolut im Vordergrund. Nachdem es gang und gäbe ist, den Begriff des Musicals immer mehr als Containerbegriff zu verwenden, das bedeutet, dass jeder für sich selber den Ausdruck neu definiert und irgendwelche individuelle Elemente als neuen Definitionsteil hinzufügt, kann man auch Tanguera als Musical betrachten, obwohl mir persönlich „die Worte fehlten“. Entscheiden war aber für diesen Premierenabend die tänzerische Darbietung.

Das rhythmische  Zusammenspiel von Musik und Tanz ermöglichte es den Tänzer und Tänzerinnen, das Publikum für sich zu gewinnen. Nicht nur tänzerisch, sondern auch athletisch wurde der Tango in einer erotischen und eindrucksvollen Form wiedergegeben. Die wenigen gesanglichen Darbietungen erklangen in melodischen Spanisch, welche vom guten Orchester begleitet wurden. Die feurige Tango-Musik – Tango ist eine eigenständige Musikrichtung – ertönte durchgehend in spielerischer Weise gemeinsam zu den Schritten der Tänzer. Die stilvoll auserlesenen Kostüme sowie das eindrucksvolle Bühnenbild trugen dazu bei, Argentinien authentisch miterleben zu können. Besonders die Projektionen alter Fotos am Hafengelände Buenos Aires zu Beginn der Vorstellung sowie das beachtliche Lichtdesign halfen mit, die Premiere gelingen zu lassen.

Tanguera erzählt die herzerwärmende Geschichte einer begnadeten Tänzerin, welche als Immigrantin in Buenos Aires eintrifft. Von da an beginnt ihr Leid auf den Weg durch verschiedene Bordelle und Nachtclubs. Doch es endet im Happy End, die ehemalige Prostituierte wird zur Tanguera und schlussendlich zum Stern des Cabarets. Tanguera verkörpert somit den „Argentinian Dream“ einer armen Immigrantin, welche die Hoffnung nie aufgibt und die Leiter des Erfolgs bis ganz weit oben aufsteigt. Die Weisheit des französischen Literaten Daniel Goeudevert könnte demnach passender nicht sein: „Im Leben muss man eben oft, wie beim Tango, auch mal zwei Schritte nach hinten machen, um dann einen nach vorne zu tun.“

Tanguera ist Leidenschaft, Sehnsucht, Musik und Tanz und sicherlich ein bemerkenswertes Schauspiel. Die Tänzer wie auch die Musiker sind in jeder Hinsicht professionell. Grundsätzlich empfehle ich die Show denjenigen weiter, welche sich besonders stark für den Tanz des Tangos begeistern lassen, wer jedoch auf ein klassisches Musical aus ist mit viel Gesang und einer gut verständlich dargestellten Geschichte wird von Tanguera nicht zufrieden gestellt. 

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Geschrieben von die Redaktion



k2_ON Donnerstag, 30 Oktober 2014 00:00 in Musical Berichte

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