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Art on Ice – Wenn Eis(kunst)laufen zu einer «eigenen Dimension» wird

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Unter dem Titel «Bezauberndes Feuerwerk» hatte Art on Ice am 3. Februar 2011 im Hallenstadion Premiere. Ein Feuerwerk wurde wirklich abgebrannt und dies in den verschiedensten Dimensionen. Da war zu einem das musikalische Element, vertreten in erster Linie durch die Legende Donna Summer, aber auch durch die englische Mezzosopranistin Katherine Jenkins.

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Multimediale Filmelemente, ein Lichtspektakel verstärkt durch zehntausend kleine Lämpchen, die dem Publikum verteilt wurden, damit es möglichst aktiv beispielsweise eine Lichterlola verbreiten kann. Zur eigenen Dimension hat Art on Ice das Eis(kunst)laufen erhoben, indem es dieses Zwischenspiel musikalischer Höchstleistung und Schlittschuhlaufen maximiert hat.

Wer regelmässig Art on Ice besucht, stellt sich immer wieder die Frage, ob die diesjährige Show besser war als die letzten. Ich möchte diese Frage offen lassen und bewusst nicht beantworten. Sicherlich ist es Art on Ice wert, sich selbst einen Eindruck zu machen. Wenn man die vergangenen Shows Revue passieren lässt, kann man aus meiner Sicht sicherlich festhalten, dass auch diese Show gelungen ist.

Das Komikerduo Oropax, die beiden Brüder Thomas und Volker Martins, führen in äusserst origineller Art auf dem Eis und in der Luft durch die Show und machen überraschende Übergänge möglich. Hingerissen war ich insbesondere vom ersten Teil des Programms, diesen würde ich zweifellos zu den Besten zähen, den ich jemals von Art on Ice gesehen habe. Aus meiner Sicht hat die betörend schöne Mezzosopranistin Katherine Jenkins aus Wales Donna Summer ein bisschen die Show gestohlen. Im Programmheft steht: «Das Vereinte Königreich hat mit Katherine Jenkins eine Diva geboren, die in jeder Beziehung reif für die Weltbühne ist». Dem kann man nur zustimmen. Die kleine Entdeckung ist die Aargauerin Coco Gfeller, die mit Gölä tourte und ihre Ausbildung in England und New York genoss. Sie singt mit Donna Summer ein Duett und das sei gesagt, sie fällt gar nicht ab.

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Da ist auch Jewgeni Plushenko, der Olympiasieger von 2006 und dreifacher Weltmeister. Er zaubert auf dem Eis, springt durch die Lüfte, das Publikum tobt. Der absolute Liebling ist natürlich der Schweizer Eiskunstkönig Stéphane Lambiel. Der Weltmeister von 2005 und 2006 ist zumindest noch in unserem Land der absolute Star. Unser Eiskönig hat aber zum ersten Mal seit langem eine Schweizer gekrönte Eisprinzessin zur Seite erhalten, nämlich Sarah Meier. Wenn sie die «Bühne des Eises» betritt, sind die Begeisterungsstürme des Publikums kaum mehr aufzuhalten. Es sei aber festgestellt, dass Art on Ice aus meiner Sicht zu wenig flexibel war. Die Zuschauer hätten liebend gern viel mehr Sarah Meier gesehen. Auch das Finale war letztlich insbesondere auf Stéphane Lambiel und nicht dem weiblichen Publikumsliebling gewidmet. Unglücklich ist auch, dass das Komikerduo Oropax permanent von der legendären Aftershowparty spricht, obwohl dies der grösste Teil des Publikums nicht miterleben darf.

Der zweite Teil der Show wird von Donna Summer beherrscht und ist quasi ein Kleinkonzert dieser legendären Sängerin, die in Zürich gelebt hat, wie sie sagt und recht gut Deutsch spricht. Donna Summer ist Geschmackssache, mich hat sie nicht wirklich überzeugt.

Aus meiner Sicht war der zweite Teil der Show zwar auf hohem Niveau, aber für mich persönlich weniger gut, was das Publikum aber nicht davon abhielt eine Standing Ovation zu spendieren. Damit es in die richtige Relation gerückt wird: Art on Ice ist zweifellos etwas vom Besten, was man als Showakt in Zürich während des ganzen Jahres sehen kann.

Unabhängig von dieser kleinen Kritik freue ich mich auf das nächste Jahr, ich bin überzeugt, dass man sich erneut die Frage stellen wird: Welches war die beste Art on Ice Show?!

 


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