Feb03
Art on Ice begeistert Jahr für Jahr von Neuem Fans aus aller Welt. Die erfolgreichste Eisgala vereinigt Eiskunstlaufen, Live-Musik, Akrobatik, Komödie, Ballett und Modern Dance in Perfektion, und lässt die Zuschauer in ein zweieinhalb-stündiges atemberaubendes Spektakel versinken.

Das zehnjährige Wunderkind Emily Bear aus den USA, wenn nicht sogar die weibliche Antwort auf Mozart, eröffnete die Premiere von Art on Ice 2012 mit zauberhaftem Klavierspiel. Im zarten Alter von drei Jahren trat ihre Gabe zum Klavierspielen hervor und einige Jahre später komponierte sie sogar eigene Klavierstücke.
Hervorzuheben sind das dreifache Weltmeister-Paar aus Deutschland Aljona Savchenko und Rosin Szolkowy sowie die Franzosen Isa Delobel und Cli Schoenfelder. Ästhetik, Eleganz und Qualität zogen sich konsequent durch ihren Tanz, wobei einige Akrobatikeinlagen Akzente setzten. Nicht besser kann die Verschmelzung zweier Eis-Luft-Akrobaten wiedergeben werden, als es die beiden Eiskunstläufer Ekaterina und Alexander Chesna taten.
Weiterlesen...
Jan30
Oper in drei Akten | Musik: Giuseppe Verdi | Libretto: Antonio Somma, nach
Eugène Scribe | Uraufführung: 17. Februar 1859 in Rom | Aufführungen in
St.Gallen: 28.1. | 31.1. | 5.2. | 7.2. | 12.2. | 3.3. | 14.3. | 16.3. | 21.3. | 12.4.2012
Kritik:
Kraftvoll, sinnlich und ungemein emotional berührend ist sie, die Musik, welche Giuseppe Verdi zum Drama des der Liebe entsagenden Königs Gustav III. schrieb. Damit macht er es den heutigen Regisseuren nicht einfach, das Werk auf die Bühne zu bringen. Denn eine 1:1 Inszenierung, ein genaues Nacherzählen der tragischen Handlung mit echter Empathie für die unterschiedlichen Dilemmata der Gefühle in opulenten Bildern scheint bei den Intendanten zur Zeit mehrheitlich unerwünscht zu sein. Über Verdis Theaterkönig legt sich auch der Schatten der historischen Figur: War der absolutistische Monarch nun hetero-, homo-, bi- oder gar asexuell? Litt er an ödipalen Komplexen? Zerbrach er innerlich an den Anspruchshaltungen, welche die Öffentlichkeit an einen Würdenträger hegt und diesen dann auch wankelmütig fallen lässt, wenn auch nur Schatten eines Skandals auftauchen? Solche an sich interessante Fragen stellt sich Regisseur Jim Lucassen zu Recht im Programmheft und versucht in seiner Inszenierung die Konstellation analytisch-sezierend zu ergründen. Dazu verlegt er das Geschehen in einen sterilen, drehbaren Hörsaal eines Anatomiegebäudes (diese nackte Bühnenkontruktion, auf deren Rückseite das Ehepaar Anckarström in einem unfertigen Pressspan Häuschen sein Leben darbt, hat der Regisseur selbst entworfen, die dunklen Anzüge der Herren und die mausgrauen Kleider der Damen stammen von Magali Gerberon).
Weiterlesen...
Jan27
Am 19. Januar 2012 feierte das Musical „Elisabeth“, mit Annemieke van Dam als „Sissi“ in der Hauptrolle, im Musical Theater Basel Premiere.

Zugestanden, ich gehöre zu jenen Menschen, die sich jeweils an Weihnachten und Ostern vornehmen, die Sissi-Verfilmung mit Romy Schneider nicht mehr im Fernsehen anzuschauen. Dass man trotzdem hängen bleibt, mitfiebert und die eine oder andere Träne verdrückt, ist für „Nicht-Sissi-Fans“ unverständlich.
Im Gegensatz zur Verfilmung zeigt das Musical „Elisabeth“ die Lebensgeschichte der Kaiserin aus einer völlig anderen Perspektive: In den ersten Minuten wurde dem Premierenpublikum, zu welchem unter anderem Bo Katzman, Peter Reber und Sarah Jane gehörten, erbarmungslos klar gemacht, dass die verklärten Vorstellungen über das Leben der Kaiserin Sissi revidiert werden müssen.
Weiterlesen...
Jan24
Oper in drei Akten | Musik: Richard Wagner | Libretto: vom Komponisten | Uraufführung: 21. Juni 1868 in München | Aufführungen in Zürich: 22.1. | 28.1. | 3.2. | 5.2. | 11.2. | 14.2. | 18.2.2012

Einen dermassen stürmischen Applaus des Premierenpublikums wie nach dieser MEISTERSINGER Premiere gab's im Opernhaus Zürich schon lange nicht mehr - und die Ausführenden hatten ihn sich (mit einer kleinen Ausnahme) auch mehr als verdient. Diesen gewaltigen Brocken auf die Bühne zu hieven erfordert ein starkes, eingespieltes Ensemble, einen herausragenden Chor und ein brillantes Orchester. Unter der fulminanten Leitung von Maestro Daniele Gatti und in der die Charaktere einfühlsam und meisterhaft herausgearbeiteten Personenregie von Harry Kupfer gelang dem Opernhaus Zürich eine Wiedergabe von Wagners unvergleichlicher Oper von streckenweise geradezu exemplarischer Qualität. Daniele Gatti dirigierte (wie im Programmheft versprochen) das Werk mit zügigen Tempi, jedoch ohne zu hasten, was zu einer federnden, dynamisch fein abgestuften Wiedergabe der herrlichen Partitur führte. Wagner kann manchmal furchtbar lang und übertrieben pathetisch klingen – bei Gattis Dirigat hat man sich keinen Moment gelangweilt oder vom Schwulst erschlagen gefühlt.
Weiterlesen...
Jan18
Der Gründer des Circus Conelli Cony Gasser hatte Jahr und Jahr grossen Erfolg mit seinem Circus. Als er im Jahre 2007 starb, übernahm sein Sohn Roby Gasser die Weiterführung des Circus Conelli. -Unterstützt wird er durch seine Frau Cindy und seine Schwester Nadja. Roby und Nadja Gasser haben das Zirkus-Handwerk bei ihren Eltern von der Pike auf gelernt. Sie traten weltweit mit Seelöwen auf und wurden am Circusfestival von Monte Carlo mit den höchsten Preisen ausgezeichnet: Roby 1981 mit dem Goldenen Clown, Nadja 1989 mit dem Silbernen Clown. Nach dem Tod seines Vaters hat Roby Gasser 2011 zum vierten Mal in Alleinregie die Verantwortung für das Programm in Zusammenarbeit mit seiner Frau Cindy, die wieder für die Choreographie zuständig ist, und mit seiner Schwester Nadja und deren Ehemann Leszek Streich.
Imscheinwerfer: Sehr geehrter Herr Gasser,
wie geht es Ihnen nach der heutigen bezaubernden Show?
Roby Gasser: Ausgezeichnet. Die Resonanz war hervorragend. Wenn die Gäste lachen, dann bin ich zufrieden.
Imscheinwerfer: Wie unterscheidet sich das dies jährige Konzept von Circus Conelli von den bisherigen Veranstaltungen?
Roby Gasser: Unterschiede gibt es oft. Wir engagieren jedes Jahr eine Vielzahl von Künstlern.
Es gibt immer wieder neue Nummern. Das Konzept ist aber im Grossen und Ganzen in etwa dasselbe. Im Gegensatz zu den übrigen Zirkussen haben wir kaum Unterbrechungen. Unsere Show hat einen Anfang und ein Ende, was sie zum Abenteuer macht. Der Zuschauer wird von einem Moment zum nächsten gerissen. Es gibt keine Lichtschwankungen und nicht einmal Requisiteuren. Zumindest bemerkt man sie kaum, weil sie in der Show miteingebaut sind.
Der Anspruch an uns ist um einiges höher, weil unsere Zirkusshow während der Weihnachtszeit spielt. Dementsprechend müssen wir die Weihnachtsstimmung und die Romantik in unserer Show wiedergeben.
Weiterlesen...
Jan18
Premiere im Schauspielhaus Zürich am 14. Januar 2012.
Mit: Christian Baumbach, Matthias Bundschuh, Jean-Pierre Cornu, Fritz Fenne, Aurel Manthei, Michael Neuenschwander, Alexander Maria Schmidt, Lilith Stangenberg, Kate Strong, Friederike Wagner
Da draussen in der Wachau,
Die Donau fliesst so blau,
Steht einsam ein Winzerhaus,
Da schaut ein Mädel heraus.
Hat Lippen rot wie Blut,
Und küssen kann sie gut,
Die Augen sind Veilchenblau
Vom Mädel in der Wachau.
Weiterlesen...
Jan10
Aufklärung unter der israelischen Mauer
233 Jahre nach seinem Erscheinungsjahr spielt das Theater St. Gallen Lessings Nathan der Weise und zeigt, dass die Thematik dieses Werkes bis zur heutigen Zeit nichts an Aktualität verloren hat.
Unbarmherzig thront die israelische Mauer über einer trostlosen Kulisse aus achtlos weggeworfenen Plastikstühlen, Autoreifen und anderem Gerümpel. Einzig einzelne Banksy-Graffiti auf dem Mauerwerk bringen etwas Leben in die ansonsten grau in grau gehaltene Szenerie. Kampfflugzeuge dröhnen über den Schauplatz, während auf der anderen Seite der Mauer bewaffnete Soldaten lauern. Nein, dies ist keine Dokumentation zur momentanen Lage im Nahen Osten, sondern Schauplatz für die St. Galler Inszenierung von Lessings Nathan der Weise, welche durch das Kriegsgetöse ihren Startschuss erfährt.
Weiterlesen...
Jan09
My fair Lady im Theater Winterthur, Vorstellung vom 02.01.2012
Schon bald 56 Jahre sind seit der Uraufführung am 15. März 1956 in New York vergangen. Die erste deutschsprachige Aufführung fand im Berliner Theater des Westens am 25. Oktober 1961 also vor mehr als 50 Jahren statt.
Als echter Dauerbrenner mit wunderbaren, unvergänglichen Melodien wie „Es grünt so grün“, „Ich hätt getanzt heut Nacht“, „ In der Strasse wo Du wohnst“, „Ich bin gewohnt an Ihr Gesicht“ und vielen mehr, erzählt My fair Lady (Buch und Liedtexte Alan Jay Lerner, Musik Frederick Loewe) die Geschichte des armen Blumenmädchens Eliza Doolittle, das vor 100 Jahren in London ein erbärmliches Leben führt. Der gut betuchte und angesehene Sprachprofessor Henry Higgins, fasziniert von der rüden Gossensprache Elizas wettet mit dem ebenfalls sprachbegeisterten Oberst Pickering, dass er Eliza binnen 6 Monaten eine feine, perfekte und noble Sprache beibringen und Sie so in die feine Gesellschaft Londons einführen könne. Nach sehr harzigem Beginn gelingt das schier unmögliche Experiment und in diesem Falle machen nicht nur Kleider Leute, sondern eben eine fein und höflich artikulierte Sprache. Die Geschichte beleuchtet das Gefälle zwischen Arm und Reich und spiegelt die erbarmungswürdigen Zustände in London um 1912.
Weiterlesen...
|
|