Zum ersten Mal haben wir den «Goldenen imScheinwerfer» in acht Kategorien vergeben. In einer ersten Phase wurden in den verschiedenen Kategorien bis zu acht Nominierungsvorschläge gemacht. Nominierungssieger waren dabei «Dällenbach Kari» mit insgesamt acht Nennungen, «Die kleine Niederdorfoper» und die «Schwarzen Brüder» mit je sechs Nominierungen sowie «Ewigi Liebi» und «Die Patienten» mit je fünf. Leicht abgeschlagen folgte die St. Galler Produktion «Der Graf von Monte Cristo» mit drei Nennungen.

In der Folge war das Publikum aufgerufen, die ersten drei auszuwählen. Tausende nahmen diese Gelegenheit wahr und stimmten fleissig für ihre Lieblinge. Zwei Musicals brachten alle Nominierungsvorschläge in die zweite Runde; es waren dies «Dällenbach Kari» mit acht und «Ewigi Liebi» mit fünf. Schwächer schnitten beim Publikumsvoting «Die kleine Niederdorfoper» und «Die Patienten» ab.
Eine Fachjury bestehend aus Walter Andreas Müller, den Herausgebern von imScheinwerfer, Daniel Fischer und Andreas Isenegger, sowie einem Vertreter von Tele Top, Stefan Nägeli, bestimmte letztlich die Gewinner.
Der Abräumer in diesem Jahr ist zweifellos das Musical «Dällenbach Kari», produziert von der Thuner Seebühne. Es sackte die Hälfte der acht Musicalpreise ein. Auch beim Publikumsvoting fand es in verschiedenen Kategorien am meisten Zuspruch, in einer Kategorie, nämlich der besten Welturaufführung, bekam «Dällenbach Kari» sage und schreibe 61% der Stimmen.

«Dällenbach Kari» gewann den Preis für das beste Musical, die beste Welturaufführung und den Goldenen imScheinwerfer für das beste Umfeld. Zur besten Hauptdarstellerin wurde «Carin Lavey» gekrönt, die in «Dällenbach Kari» die Freundin des Kari darstellt. Sie gewann mit grossem Vorsprung und überzeugte vor allem durch die glaubwürdige Darstellung der Annemarie in den verschiedenen Lebensabschnitten.
«Dällenbach Kari» erhielt diese Preise insbesondere deshalb, weil es als Gesamtwerk, vom Bühnenbild bis zur Geschichte, über die Lieder bis hin zu den Choreographien, das vollkommenste Musical war. Es war nicht erstaunlich, dass es von allem Anfang als Favorit galt.

Selbst der Regisseur von «Ewigi Liebi», Dominik Flaschka, favorisierte es. Auch Walter Andreas Müller (WAM) war von dieser Gesamtvorstellung in jeder Hinsicht begeistert.
Den Preis für den besten Musicaldarsteller erhielt «Der Graf von Monte Cristo», Thomas Borchert. Zwar in unserem Land noch nicht so bekannt, aber in Deutschland ist er einer der führenden Musicaldarsteller und gewann erst vor kurzem einen entsprechenden Publikumspreis. Die Dynamik, die Borchert in seiner Darstellung im St. Galler Stadttheater bot, ist einzigartig.
Das Theater in St. Gallen untermauerte seine Führungsposition bei den festen Bühnen im Bereich Musical auch noch durch einen weiteren Musicalpreis; Sophie Berner, aus «Der Mann von la Mancha», erhielt als beste Nebendarstellerin ebenfalls eine Auszeichnung.

Den Preis «Bester Nebendarsteller» bekamen gleich drei Künstler, nämlich das Trio Eden mit den Herren Helmi Sigg, Guy Landolt und Midi Gottet oder mit anderen Worten, das Musical «Ewigi Liebi». Wer dieses Musical in Zürich oder Bern gesehen hat, der weiss, dass die eigentlichen heimlichen Stars dieses Stücks die Murmeltiere sind. Sie bereicherten während des gesamten Stücks das Musical nicht zuletzt mit den von ihnen ausgelösten zahlreichen Lachen. Das Musical «Ewigi Liebi» siegte auch in der Kategorie «Beste Wiederaufnahme», nicht nur die Laufzeit mit über 500 Vorstellungen und das damit begründete Publikumsinteresse lassen den Entscheid der Jury verstehen.

Es bleibt festzustellen, dass demnach zwei Stücke vorne weg waren: «Dällenbach Kari» mit vier Preisen und «Ewigi Liebi» mit zwei, die beiden St. Galler Produktionen «Der Graf von Monte Cristo» und «Der Mann von la Mancha» ergänzten das Duo. Andere Produktionen schlossen enttäuschend ab, insbesondere werden hierbei zu nennen sein: »Die Patienten» oder auch die hoch gehandelte «Kleine Niederdorfoper», die sechs Nominierungsvorschläge hatte, aber nur eine Schlussnominierung bekam ohne eigentlichen Preis.

Erfreulich war, dass sich ein breites Publikum diesem neuen Preis angenommen hat und sowohl Darsteller, als auch Musicalproduktionen die mögliche Ehrung durchaus ernst nahmen und Fans mobilisierten bzw. auf ihre Nominierungen aufmerksam machten. Schon jetzt kann gesagt werden, dass der Musicalpreis im Jahr 2011 wieder vergeben wird. Der «Goldene imScheinwerfer» wird weiterleuchten.

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