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Die erste Woche Hamburg

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Es ist Freitagabend der 14. Januar 2011 und die erste Woche an der Stage School habe ich hinter mir. Ich bin ziemlich geschafft, aber auch erfüllt von den neuen Eindrücken um mich herum. Hamburg gefällt mir sehr gut, auch wenn ich die Stadt bisher fast nur im Regen zu sehen bekam. Die letzten zwei Tage haben uns mit nieselartigem Sprühregen verwöhnt - ein durch und durch feuchtes Erlebnis, wo auch ein Schirm nichts mehr nützt! Ansonsten entdecke ich immer mehr schöne Ecken, auch wenn ich für Entdeckungstouren bis anhin nur wenig Zeit hatte. Nun denn, es werden schon auch noch Tage kommen, wo ich mehr Zeit dafür haben werde.

Hamburg_Winter

Meine Zeit hier in Hamburg startete ich mit einem Spontanbesuch bei CATS. Das Musical gastiert zur Zeit in Hamburg und wir schneiten per Zufall rein und kriegten noch günstige Tickets. Die perfekte Einstimmung auf mein neues Leben!


cats

Am Montag startete ich dann an der Stage School. Die Schule gefällt mir bisher sehr gut. Ich habe ca. 35 Stunden Unterricht pro Woche. Zu meinen Fächern gehören Pilates1, Ballett, Jazzdance, Tapdance, Schauspielmethodik, Sprechtechnik, Einzelgesang, Liedinterpretation, Gesangstechnik und Gesangsrepertoire.

Hört sich doch alles ganz gut an! Meistens bin ich also ab 9 Uhr in der Schule. Lange Tage stehen an und oft habe ich bis 19 Uhr 30, einmal sogar bis 21 Uhr 15h Unterricht. Aber nun denn, es sind alles Fächer, die mich begeistern. Die erste Woche war vor allem ermüdend mit sich zu recht finden, Räume suchen, Menschen kennen lernen, sich vorstellen etc.

Die Lehrer/innen geben sich alle sehr Mühe, den Unterricht dem Niveau unserer Klasse anzupassen. Dies ist gar nicht so einfach ist, denn wir 14 Leute haben alle ganz unterschiedliche Vorkenntnisse. Meistens ist es also so, dass der Unterricht bei den Basics anfängt, dann aber zügig vorwärts zieht und doch auch alle irgendwie fordert. In der Klasse gefällt es mir auch sehr gut, alles sehr liebe, spannende Menschen aus allen Ecken Deutschlands und eben auch der Schweiz.

Wir sind alle ganz unterschiedlich, verstehen uns aber sehr gut und da wir - anders als die Anderen des ersten Jahrganges, welche im August 2010 gestartet sind - immer in der gleichen Klasse Unterricht haben, lernen wir uns ziemlich rasch kennen. Es ist für alle alles neu, dementsprechend schlagen wir uns gemeinsam durch, was schon ziemlich zusammen schweisst.

Ja und dann war da ja auch noch mein Geburtstag. Glücklicherweise haben wir am Donnerstag einen freien Nachmittag. Meine Klasse feierte gemütlich in einem Café meinen und Kira's Tag. Lustigerweise hat Kira aus meiner Klasse auch am 13. Januar Geburtstag und wurde wie ich auch 24 Jahre alt. Am Abend stand eine ausgiebige Runde Skype mit meiner Family an, was ziemlich lustig war den Geburtstag per Videotelefon zu feiern. Und dennoch: Es war schon ein etwas befremdliches Gefühl so «alleine» (ganz alleine bin ich ja zum Glück nie) meinen Jahrestag zu feiern. Gerade in solchen Situationen wird einem bewusst, wie weit weg Bern doch eigentlich weg ist. Doch die 1'000 Kilometer, die mich von Bern entfernen, lassen sich bestens via Skype, Facebook & Co. überwinden und ich freue mich über jede SMS und Nachricht aus der Heimat!

Im Moment wohne ich noch bei Claudia, meiner Freundin aus der Schweiz, die im August hier gestartet ist. Wir haben es uns in ihrem Zimmer richtig gemütlich gemacht und ich fühle mich sehr wohl. Wir wohnen direkt hinter der Neuen Flora, wo Tarzan an den Lianen durchs Theater schwingt. Wir sehen vom Zimmer aus auf den Backstagebereich des Theaters, was doch schon mal der richtige Ort ist um sich am Morgen beim Aufstehen bewusst zu werden: Da will ich auch mal hin! Und hoffentlich nicht nur als Putzfrau. *grins*

Ende des Monats ziehe ich dann in mein eigenes WG-Zimmer mehr oder weniger um die Ecke. Ich werde dann in Altona-Altstadt wohnen, was ein beliebtes Wohnquartier ist. Die einstige Fischersiedlung bietet alles, was man braucht: Nette Cafés, Bars und Kneipen, zahlreiche kleine und grosse Shoppingparadiese... Mit dem Drahtesel ist man schnell am Hafen oder an den Elbstränden und hat einen grandiosen Blick auf die grossen Schiffe, die hier in Hamburg ankommen. Sobald das Wetter es zulässt, werde ich auch diese Aussichtspunkte hoffentlich bald entdecken können.

Sooo jetzt bekämpfe ich Müdigkeit, schwere Beine, schmerzende Füsse, Muskelkater & Co. und mache mir ein gemütliches Wochenende.

Viele Grüsse aus dem hohen Norden
*linda

 

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1) systematisches Körpertraining zur Kräftigung der Muskulatur

 

 

 

 

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