Es ist der 12. Februar 2011 und ich finde mal endlich wieder Zeit via Blog zu berichten, was sich so tut in meinem neuen Leben.
Beginnen wir doch von vorne: Ich bin Ende Januar umgezogen und wohne jetzt in Altona-Altstadt, wo es mir super gefällt. Mit dem Bus kann ich bis fast vor die Haustüre fahren, dh. ich brauche nur noch eine Viertelstunde bis zur Schule. Dies ist natürlich besonders am Morgen sehr vorteilhaft. Gleich um die Ecke ist eine Einkaufsstrasse. Dort gibt es alles, was das Herz begehrt. Von hier aus ist man sehr gut erschlossen, in 10 Minuten bin ich zu Fuss auf der Reeperbahn und dementsprechend nah ist das Nachtleben. In ebenfalls 10 Minuten bin ich am Hafen und auch sehr schnell an den Elbstränden. Hier bleibe ich nun voraussichtlich bis Ende Juni. Mal schauen, wie es dann weiter geht!
Mittlerweile habe ich mich auch sehr gut in den Schulalltag eingelebt. Langsam verschwindet nun auch das Gefühl, hier nur in den Ferien bzw. in einem Workshop zu sein. Besonders als ich über's Wochenende Besuch aus der Schweiz hatte, fühlte ich auf einmal als ich meinem Gast «meine» Stadt gezeigt habe, dass ich jetzt hier wohne. Ich habe mich also bestens eingelebt und fühle mich sehr wohl hier.
Auch in der Schule geht es mir sehr gut, ich gehe jeden Tag gerne hin und freue mich auf jede Stunde. Und der Tag hat immer so viele Überraschungen bereit: Mal ein kleines Highlight hier, mal ein Erfolgserlebnis dort, dann halt auch wieder einen Dämpfer,... wie es halt ist! Es gefällt mir sehr gut, aber es ist hart und ich muss noch sooo viel lernen bzw. trainieren. Aber da heisst es einfach: Gring ache u seckle!
Und während wir also in den Tanzstunden lernen, eine korrekte Haltung zu haben, immer alles angespannt, immer alles in der richtigen Position mit den richtigen Bewegungen, lernen wir dann im Schauspielunterricht alles zu lösen, sich gehen zu lassen, sich zu öffnen, sich zu finden. Es ist also nicht ganz einfach! In Tanz heisst es immer Bauch rein, anspannen, strecken... In Schauspiel dann: Bauch raus, tief atmen, locker lassen, sich nicht verkrampfen.
Und dann lernen wir natürlich uns richtig auszudrücken: Wir haben zwei Mal die Woche Sprechunterricht, was gerade für mich als Schweizerin harte Arbeit ist. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was man alles falsch sagen kann und wie ich Wörter umlernen muss, an meinen CH's und SCH's, I's, E's und R's feilen muss. Aber es kommt gut!
Der Schulalltag nimmt mich voll ein, es bleibt wenig Zeit sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Abends komme ich sehr müde nach Hause und habe meistens auch noch zig Dinge zu erledigen wie Songs auswendig lernen, neue Noten suchen oder etwas für die nächste Stunde üben, kochen, putzen, waschen, einkaufen.... Dementsprechend erschöpft bin ich dann meistens freitagabends. Und über's Wochenende versuche ich mich zu erholen und doch auch noch etwas von der Stadt bzw. dem Nachtleben zu sehen.
Letzes Wochenende hatte ich auch das erste Mal so richtig Zeit, ein bisschen Sightseeing zu machen. Trotz Dauerregen machten wir uns tapfer auf den Weg in HafenCity und Co. und haben ein paar nette Bilder geschossen.
In der Speicherstadt:
Zu Besuch bei der «Heissen Ecke» auf der Reeperbahn:
Morgens um 08.00 Uhr auf dem Fischmarkt (Rock-Konzert inklusive):
Mit der Fähre unterwegs auf der Elbe:
Ich geniesse also mein neues Leben hier in Hamburg sehr und bin sehr glücklich da! Das Leben ist spannend und ich tue den ganzen Tag das, was ich am liebsten mache: Singen, Schauspielern, Tanzen. Was will ich mehr!?
Schon bald tue ich das übrigens auch wieder in der Schweiz! Am 4. März tanze ich in der Show «MusicalDance» im Reberhaus mit! Wir präsentieren Choreographien, Szenen und Songs aus Musicalfilmen und bieten euch eine magische Show. Die Musicalklasse (www.musicalklasse.ch) ist neu entstanden, nachdem leider die Swiss Musical Academy ihre Tore schliessen musste.
Ich freue mich bereits auf den Kurzbesuch in der Schweiz an diesem Wochenende und darauf, mal wieder von Mama bekocht zu werden!
Viele Grüsse aus der Hansestadt
*linda
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