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Musical "Rebecca" - St. Gallen hat wieder zugeschlagen

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Basierend auf Daphne du Mauriers gleichnamigem Roman und Weltbestseller gelang Michael Kunze und Sylvester Levay mit ‚Rebecca’ ein Musical, das bis zur letzten Szene Spannung verspricht und doch unheimlich berührend ist. Fünf Jahre nach der Weltpremiere wird das Stück in St. Gallen nun erstmals auf einer Schweizer Bühne inszeniert.

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Mit dem Lied ‚Ich hab geträumt von Manderley’ führt die Hauptfigur, das ‚Ich’  in die Geschichte ein. Auch im Verlaufe des Stücks wird die Erzählerin ihrer eigenen Geschichte ihen Namen nicht preisgeben. Das ‚Ich’ ist als Gesellschafterin einer reichen Dame von Welt tätig, als sie in Monte Carlo auf Maxim de Winter trifft. Sofort verliebt sie sich in den wohlhabenden jungen Witwer. Noch vor ihrer Abreise macht ihr Maxim einen Heiratsantrag und entführt das Waisenmädchen in seine Welt: das Schloss Manderley an der englischen Cornwell Küste.

Dort angekommen, merkt die frischgebackene Mrs. de Winter jedoch, dass sie keineswegs als neue Hausherrin wahrgenommen wird. Noch immer beherrscht der Geist ihrer Vorgängerin, der faszinierenden und allseits geliebten Rebecca, das Anwesen. Vor allem die Haushälterin Mrs. Danvers versucht mit allen Mitteln, die Erinnerung an Rebecca aufrechtzuerhalten. So bleibt Rebecca allgegenwärtig und dem ‚Ich’ gelingt es nicht, sich aus deren Schatten zu lösen. Als sich auch ihr Ehemann von ihr distanziert, zieht sie sich zunehmend aus den Angelegenheiten Manderleys zurück. Mrs. Danvers nutzt die Unsicherheit ihrer neuen Herrin um ihr klarzumachen, dass sie niemals gut genug sein würde, um in die Fussstapfen Rebeccas zu treten. In ihrem Wahn versucht sie gar das unglückliche ‚Ich’ in den Selbstmord zu stürzen.

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Erst als in der Bucht vor Manderley Rebeccas Leiche entdeckt wird und ihre mysteriösen Todesumstände neu untersucht werden, erfährt die Geschichte eine neue Wendung. Maxim de Winter wird beschuldigt Rebecca ermordet zu haben. Dies veranlasst die neue Mrs. de Winter dazu, ihre Rolle als starke Kraft an der Seite ihres Mannes wahrzunehmen. Erst mit diesem neuen Selbstbewusstsein kann das Ehepaar de Winter schliesslich gestärkt aus dem Trubel der Ereignisse herausfinden,  welche die dunklen Geheimnisse Manderleys endgültig ans Tageslicht bringen.

Gespielt wird die Figur des ‚Ichs’ von Lisa Antoni. Ihr gelingt es den Werdegang der Hauptfigur von der scheuen Gesellschafterin zur selbstbewussten Hausherrin, welche Schloss Manderley, aber auch die Bühne dominiert, glaubhaft darzustellen. An ihrer Seite überzeugt Thomas Borchert in der Rolle des Maxim de Winter. Heimlicher Star der Aufführung ist aber Maya Hakvoort, welche als  Mrs. Danvers auftritt. Sie beeindruckt sowohl durch ihre Gesangseinlagen, als auch in ihrer Verkörperung der Haushälterin, welche noch immer verzweifelt an ihrer verstorbenen Herrin Rebecca festhält, was sie schliesslich in den Wahnsinn treibt.

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Aber nicht nur die Besetzung ist sehr gelungen. Die Produktion von Rebecca besticht vor allem durch ihre aufwendige Kulisse. Kein Aufwand scheint gescheut, um die Bühne in das charmante kleine Schloss Manderley zu verwandeln. Abgerundet wird das facettenreiche Bühnenbild durch transparente Videoprojektionen, welche das Geschehen erst in eine gespenstische Atmosphäre tauchen und so das Publikum in den Bann Manderleys ziehen.

Es fällt schwer den Zauber ‚Rebeccas’ zu erklären. Deshalb rate ich Ihnen, liebe Leser, sich selbst ein Bild von diesem einzigartigen Musical zu machen, welches die Geschichte einer jungen Frau erzählt, der es vor dem Hintergrund eines packenden Kriminalfalls gelingt, sich zu emanzipieren und so ihre Liebe vor dem Untergang zu retten. Untermauert wird das Ganze von wunderschönen Liedern, welche einen auch noch lange nach der Vorstellung begleiten. Sie werden es nicht bereuen!

 

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