Am 25. August befasste sich Doppelpunkt auf DRS 1 am Abend mit Musicals unter dem Titel «Wo sich die Geister scheiden». Hierzu ein Kommentar von Daniel Fischer:
«Vorurteil trifft Vorurteil!»
Als ich hüben und drüben erzählte, dieses Thema werde auf DRS 1 diskutiert, erhielt ich einheitlich von mehreren Personen Kommentare mit dem Inhalt: «Gibt’s den Sender noch?», «Durchschnittsalter der Zuschauer, 70» usw.
Gegenüber DRS 1 gibt es ein Vorurteil, ein solches kann populär als «Einbahnstrassen mit Halteverbote für den Verstand» beschrieben werden. Ich stellte aber dann fest, da lief eine moderne Sendung, dramaturgisch gut aufgebaut, mit viel Inhalt von einem ausgezeichneten Macher, Daniel Hitzig. Das Ganze erinnerte mich an ein gutes Musical: eine durchaus spannende Story, überzeugender Sound in Form der gespielten Lieder, zwar strukturierte, aber halt mehr als 2 Akte, zwar kein Tanz, aber auch ein Beschrieb des «Tanzes um das goldene Kolb».
DRS 1 leidet zu Unrecht unter dem Vorurteil des «Verstaubten» und der Einschätzung «keiner geht hin bzw. hört zu».
Das Musical leidet zu Unrecht darunter, dass es für «Dummies», Anspruchslose, einfache Kostgänger, «Warmduscher» gedacht sein soll.
Obwohl Musikkenner, wie z.B. Alex Pereira (siehe Interview) nur eine Zweiteilung von «gut und schlecht» und nicht E und U Kiste kennen, ist das noch zu wenig in der Schweiz durchgedrungen.
Aber Achtung DRS, ihr «hätschelt» doch auch das Vorurteil, da kann man auf DRS 2 und 3 «rauf und runter Klassik» und POP hören, Musicalkost ist rationiert. Eine Sendung über das Problem genügt nicht, ihr könnt es «mitlösen», z.B. mit regelmässigen Musicalsendungen.
Wie macht ihr weiter DRS Fragezeichen? Der «ImScheinwerfer» wartet mit einer grossen Anzahl Gleichgesinnter!
Die Sendung könnt ihr euch hier anhören: "Ganze Sendung"
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