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„Ewigi Liebi“ - Swissness pur!

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Oft kommt die Liebe so schnell wie sie geht. In Bern bleibt sie ein bisschen länger- so lang, dass am 22. September 2011 mit Stolz die fünfte Spielsaison des Mundartmusicals „Ewigi Liebi“ präsentiert werden konnte.

ewigi liebi

Dieser Erfolg wird einem ja nicht einfach so geschenkt, man kann die beeindruckende Besucherzahl von über 500 000 Personen seit der Uraufführung 2007 auch nicht ignorieren. Wir fragen uns also: „Was macht dieses Musical so besonders?“

Die Frage ist schnell beantwortet. Wir erleben eine berührende Geschichte gespielt von einem hervorragenden Team, getragen von einem unauffällig aufwendigen Bühnenbild und wunderbar umrahmt durch eine spielerische Lichttechnik. Der rote Faden, und das ist das raffinierte daran, ist die Swissness.

Den grössten Schweizer Mundarthits wird der Ehre Tribut geleistet, denn sie wurden von Roman Riklin, Autor und musikalischer Leiter, zu einem grossartigen Musical verwoben. Polo Hofers „Alpenrose“, „I schänke Dir mis Härz“ von Züri West, „Hemmige“ von Mani Matter und natürlich die „Ewigi Liebi“ von Mash um nur einige wenige zu nennen. Erstaunlich ist, das Musical erzählt eine tiefgründige Geschichte die nicht von, sondern mit den Liedern lebt. Dazu kommt, dass das Ensemble sauberes „Bärndütsch“ spricht, und das Stück in Trueb im Berner Oberland spielt. Die Swissness wirkt richtig „heimelig“, auch wenn man kein Berner ist.

Kurz zur Geschichte: Per Zufall treffen sich Dänu (Christoph Wettstein) und Heidi (Caroline Sommer), sie waren vor 30 Jahren DAS Paar in Trueb, wurden jedoch durch Intrigen und Missverständnissen getrennt. Doch wie die ewige Liebe so ist, geht sie nie weg und Dank Herrn Lieberherr (Enzo Scanzi) darf das Liebespaar in die Vergangenheit zurück. Dort versuchen sie ihre Fehler wieder gut zu machen, was sich als schwieriger herausstellt, als sie gedacht hätten.

Neu wird der junge Protagonist Daneli nun von Thomas Garcia, Leadsänger von Lockstoff, gespielt und löst somit Daniel Kandlbauer nach zweieinhalb Jahren ab. Garcia liess sich bei seiner zweiten Vorstellung kein Deut Nervosität anmerken und überzeugte alle mit seiner unendlichen Liebe. Eindrücklich werden insgesamt alle Rollen eingängig dargestellt, zum Beispiel der nervige Ferdinand (Eric Hättenschiler) der total fies ist, die liebreizende junge Heidi (Amanda Nikolic) mit der kristallklaren Stimme und natürlich die quietschfidele Murmeltierfamilie gespielt von Trio Eden, sie runden die Story mit äusserst heiteren Zwischenspielen ab.

Standing-Ovations auch hier der Beweis: Wer eine schöne, fetzige und schräge Alpenländische Liebesgeschichte erleben will, muss das Musical besuchen.

 

 

 

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