10. Juli bis 30. August 2012
Nach dem «alten Schiff» kommt die alte Dame zu Besuch...
Die letzten Vorbereitungen für die diesjährige Grossproduktion auf der Seebühne in Thun verlaufen plangemäss. Die Vorverkaufszahlen sind grossartig. Dem Stapellauf, resp. der Premiere von „Titanic – das Musical“ am Dienstag, 10. Juli 2012, steht nichts mehr im Weg. Wenn jetzt Wettergott Petrus auch noch mitspielt, dann steht Thun vor einer glanzvollen neuen Spielzeit. Es ist die zehnte in der Geschichte – das junge Theaterunternehmen feiert gleichzeitig auch Jubiläum. Doch was folgt danach?

Eindrückliche Probebilder, auch Wettergott Petrus zog schon sämtliche Register. Parallel zur Lancierung eines neuen Bühnenstückes muss jeweils auch früh die Folgesaison geplant werden. Andreas W. Maurer, der seit diesem Frühjahr als Verwaltungsratspräsident dem Unternehmen vorsteht, freut sich sehr, «dass wir im nächsten Jahr das Publikum wieder mit einer Eigenproduktion überraschen können. Die Besucher der Thunerseespiele werden im nächsten Sommer wieder eine Welturaufführung erleben.» Und was für eine: Die Thuner haben sich nämlich die Rechte für eine Musicalversion von «Der Besuch der alten Dame» von Friedrich Dürrenmatt gesichert.
Friedrich Dürrenmatts Geniestreich wird als Musical inszeniert
«Der Besuch der alten Dame» ist wohl das berühmteste Werk von Friedrich Dürrenmatt, sicher das am meisten aufgeführte Theaterstück im deutschsprachigen Raum. Die tragische Komödie, die davon
ausgeht, dass sich mit Geld alles kaufen lässt, ist aktueller denn je. Begriffe wie Geld, Gier, Neid, Missgunst, Medien oder auch wie man mit Recht oder Unrecht umgeht, sind auch heute allgegenwärtig. Die Produzenten haben hohe Ziele: Noch nie zuvor wurde die Käuflichkeit der Menschen so emotional und humorvoll in einer Theaterproduktion umgesetzt. Noch nie zuvor war Dürrenmatt so herzzerreissend.
Erfolgsversprechende Geburtshelfer
Praktisch das gleiche renommierte Team, das auch schon mit Erfolg «Dällebach Kari – das Musical» entwickelt hat, konnte für den neuen Musicalstoff begeistert werden. Für Buch und Stückentwicklung ist Christian Struppeck zuständig. Regisseur wird Andreas Gergen. Die Musik schreibt der Schweizer Moritz Schneider. Die Arrangements liefert der Engländer Michael Reed, der bekanntlich grosse Erfahrung mit Kultfiguren hat. Da passt die alte Dame gut dazu. Choreographiert wird das Stück vom vielgefragten Schweizer Simon Eichenberger. Die Texte in Schriftsprache verfasst Wolfgang Hofer. Nur wer die alte Dame spielt, das wollen die Thuner noch nicht verraten. «Die Hauptrolle ist noch nicht vergeben», sagt
Andreas W. Maurer: «Es stehen mehrere alte Damen zur Diskussion.»
| < Zurück | Weiter > |
|---|
