Am 16. Februar 2012 ist es soweit. Erich Vock schreitet mit grossen Schritten möglicherweise darauf zu einen der bedeutendsten Musicalmacher in der Schweiz zu werden. Nach dem Riesenerfolg mit der “Kleinen Niederdorfoper“ tut er sich nun “La Cage aux Folles“ an, ein verrücktes Travestie-Musical, dass in die Reihe “Priscilla Queen of the Desert“, “Rocky Horror Show“ oder “Taboo“ einzureihen ist.

Ich gebe es zu, der kleinen Niederdorf Oper habe ich einen grossen Erfolg vorausgesagt, ob dies bei “La Cage aux Folles“ der Fall sein wird, lass ich offen. Es ist offenbar eine Eigenart, dass die Musicalproduzenten in der Schweiz immer wieder bei Neuinszenierungen weitgehend das gleiche Ensemble wählen. Dominik Flaschka hat seine Lieblinge und Erich Vock wohl auch. Er spielt selbst den Albin / Zaza, es überrascht mich nicht, dass wiederum Hubert Spiess, Viola Tami, Maja Brunner und Hansjörg Bahl unter anderen zu sehen sind, spannend wird es auf jeden Fall. Nachstehend eine kurze Inhaltsangabe des Stücks zur Vorbereitung und ein Überblick über das Team und Cast.
Der Travestieclub “La Cage aux Folles“ präsentiert den Superstar des linken Zürichseeufers, die einzige und einmalige Zaza. Hinter Zaza aber verbirgt sich ein alternder, leicht melancholischer Mann namens Albin (Erich Vock), der seit zwanzig Jahren mit dem Clubbesitzer Georges (Hubert Spiess) zusammenlebt. Die beiden sind ein glückliches Paar, bis Georges` Sohn Jean Michel ein Fehltritt aus Jugendjahren verkündet, er werde Anna (Viola Tami), die Tochter eines bekannten ultrarechten Politikers (Hansjörg Bahl), heiraten. Dieser selbsternannte Hüter der Moral führt einen verbissenen Feldzug gegen Vergnügungen und Nachtclubs. Jean-Michel will den Eltern seiner Braut eine untadelige Familie vorführen. Also wird die leibliche Mutter zum Familientreffen bestellt und Albin soll solange verschwinden. Albin ist tief getroffen, hat er doch Jean-Michel all die Jahre wie einen eigenen Sohn grossgezogen. Man trifft sich bei Jacqueline (Maja Brunner) im Nobelrestaurant “Chez Jacqueline“, der Abend scheint gerettet. Plötzlich fliegt die Tür auf. Eine Frau um die fünfzig tritt ein. Die leibliche Mutter? Nein, es ist Albin – Mutter Albin! Das bringt die Familienbande an die Belastungsgrenze, und die Federboas sehen danach ganz schön gerupft aus.
Das Kreativteam
Jerry Herman (Komponist)
Harvey Fierstein (Autor)
Domenico Blass (Schweizerdeutsche Bearbeitung)
Erich Vock
Kurt Schrepfer (Regie / Choreographie)
Erich Strebel (Musikalische Leitung)
René Ander-Huber (Bühnenbild)
Simon Schmidmeister (Bühnenbild)
Regina Staiger (Kostüme)
Bettina Steiner (Kostüme)
Ronald Fahm (Maske)
Doris Lohmann (Maske)
Das Ensemble
Erich Vock (Albin / Zaza)
Hubert Spiess (Georges)
Maja Brunner (Jacqueline)
Viola Tami (Anna)
Mischa Rugolo (Jean-Michel)
Pierre Alexandre (Jacob)
Hansjörg Bahl (Eduard Dindon)
Gabriela Steinmann (Maria Dindon)
Thomas Meienberg (Moritz Renold)
Peter Zgraggen (Franz)
Calleges
Julian David (Chantal)
Andreas Decker (Hanna)
Jimmy Laremore (Dermah)
Anton Perez (Li Sing)
Gianmarco Rostetter (Phaedra)
Nielson Soares (Mercedes)
Musiker
Andi Hug (Schlagzeug, Perkussion)
Daniel Küffer (Saxophon, Klarinette, Flöte)
Luca Leombruni (Bass)
Bernhard Schoch (Trompete, Flügelhorn)
Adrian Weber (Posaune)
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