Gestern am 3. Juli fand im Stade de Suisse in Bern ein Konzert der Red Hot Chili Peppers statt.
Lassen sie mich mit 3 Fragen beginnen.
Was haben Gun’s n Roses und die Red Hot Chili Peppers gemeinsam? Die Antwort ist ganz einfach, im April dieses Jahres wurden beide Gruppen gemeinsam in die Hall of Fame aufgenommen. Das heisst, Red Hot Chili Peppers haben nun definitiv „Kultstatus“ erhalten.
Bei welchem Konzert konnte die Band wohl am meisten verdienen? Im vergangenen Jahr fand eine Show in der Schweiz mit 45‘000 Zuschauern statt. Das gestrige Konzert war nicht ganz ausverkauft aber dennoch, nahmen 40‘000 Besucher daran teil. Silvester 2011 fand auf St. Bart einer Insel in der Karibik, eine Gala mit 300 Besuchern statt. Dies war wohl die einbringlichste; Organisator und Sponsor war nämlich Roman Abranovich. Er soll angeblich 5‘000‘000 Pfund für die Band bezahlt haben.
Was haben Red Hot Chili Peppers mit Musicals zu tun? Nun, es gibt seit Jahren Gerüchte, dass es ein Juke-Box Musical über diese Gruppe geben soll, ähnlich, We Will Rock you, Mamma Mia und wohl am ähnlichsten Rock of Ages. Rock of Ages war als Musical ein riesen Erfolg - als Film ein riesen Flop. Durch das ganze Musical zieht sich die Drogenproblematik, das gleiche gilt ja auch für die Red Hot Chili Peppers.

Von Drogen war gestern im Stade de Suisse in Bern nicht viel zu spüren. Not a bene ist es aber gerade zu passend, dass dieses Konzert diese Woche in Bern stattfand. Am kommenden Sonntag boxt ja bekanntlich Wladimir Klitschko in Bern, sein Einmarsch Song ist ausgerechnet das Lied „Can’t Stop“ von der Gruppe. Red Hot Chili Peppers waren und stellten es auch gestern wieder dar, ein richtiges „Chrüsimüsi“. Die alternative Funk und Rockband steht für die Verschmelzung verschiedenster Stile (Crossover). Da finden wir Elemente des Disco, des Souls, Hardrock, Hip-Hop, und Heavy Metal. Die Band, die mit Blood Sugar Sex Magik 1991 den grössten Erfokg hatten, zeichnet sich auch dadurch aus, dass die Bandmitglieder ständig wechselten. Red Hot Chili Peppers sind aus Berner Sicht ein wahrhaftes „Chrüsimüsi“. Es waren dann auch die älteren Songs, welche die Messlatte setzten und die meisten, die bei mir der Knüller waren. Mit den neuen Songs aus meiner Sicht, teilweise - sehr jazzig - konnte ich mich nicht anfreunden. Dennoch war das knapp 2-stündige Konzert unter freiem sommerlichem Abendhimmel, trotz bescheidenem Bühnenbild, eine Show voller Gefühle, die zu begeistern wusste.
Seit 29 Jahren sind „die alten Knaben“ - nun schon unterwegs, dennoch begeistern sie nach wie vor Jung und Alt. Ich habe das „Chrüsimüsi“ genossen.
| < Zurück | Weiter > |
|---|
