Hamlet Tragödie von William Shakespeare
Premiere 3. September 2011 in Vidmar:1
Sehr geehrte Damen und Herren
Etwas ist faul im Staate Dänemark, bedrohliche Zeichen künden von Aufruhr und nahendem Untergang des Landes. Der Geist seines ermordeten Vaters bedrängt Hamlet, den jungen Prinzen, das an ihm begangene Verbrechen zu rächen. Die Aufforderung des Toten stürzt Hamlet in eine existenzielle Krise, denn er ist längst zu sehr vom Denken des modernen Humanismus infiziert, als dass er einfach Rache üben könnte. Er will Gewissheit über das Geschehen, bevor er selbst zum Mörder wird. So irrlichtert Hamlet durch die dekadente Hofgesellschaft, unfähig zu handeln, ein Ermittler, der sich hinter der Maske des Wahnsinns versteckt, vielleicht aber auch ein Wahnsinniger, der Detektiv spielt.
Schauspielleiter Erich Sidler eröffnet mit Shakespeares Klassiker die Schauspielsaison 2011/12. Andri Schenardi wird in der Rolle des Hamlet zu
sehen sein.
Wir laden Sie herzlich zur Premiere ein
Hamlet Sa., 3. September 2011, 19.30 Uhr, Vidmar:1
Freundliche Grüsse
Susanne Schäfer
Leitung Presse u. Öffentlichkeitsarbeit
Und obwohl er zaudert, den einen Mord zu begehen, wird er zum mehrfachen Mörder und schliesslich selbst zum Opfer. Am Ende Leichen überall und Dänemark in den Händen des Feindes. Der Rest ist Schweigen.
Hamlet ist sicherlich Shakespeares berühmtestes und meistgespieltestes Stück. Sein Protagonist ist in den Strudel einer Zeitenwende geraten, muss sich orientieren zwischen direkter Tat und reflektiertem Handeln und lernt so die lähmende Kraft des Zweifels kennen. Mit den Mitteln der Kolportage und des zu Shakespears Zeiten noch gar nicht erfundenen Kriminalstückes stellt Hamlet die zentrale Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen des Menschen in der Moderne.
Besetzung
Inszenierung Erich Sidler
Bühne, Kostüme Gregor Müller
Musik Philipp Ludwig Stangl
Hamlet Andri Schenardi
Claudius Ernst C. Sigrist
Gertrud Marianne Hamre
Geist Peter Kennel
Horatio Dominique Müller
Polonius Ingo Ospelt
Laertes Philip Hagmann
Ophelia Mona Kloos
Rosenkranz Max Merker
Güldenstern Diego Valsecchi
Schauspieler, Totengräber Marcus Signer
Termine
Vidmar:1
Premiere Sa 03. September 2011
Weitere Vorstellungen: 13./30. September // 15./20./30. Oktober // 04./19./27.
November // 17. Dezember 2011 // 14./25. Januar // 04. Februar // 10. März 2012
Viten
Regie
Erich Sidler
Seit der Spielzeit 2007/08 Schauspielleiter am Stadttheater Bern. Nach dem Regiestudium ging er als Assistent an das niedersächsische Staatsschauspiel Hannover. Bald trat er mit eigenen Arbeiten hervor. Er erhielt den Regieförderpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für seine Dramatisierung und Inszenierung von Kleists Die Marquise von O. Weitere Arbeiten in Hannover folgten, etwa Maienschlager von Katharina Gericke, Fassbinders Händler der vier Jahreszeiten und Tätowierung von Dea Loher. Er arbeitete unter anderem am Schauspiel Essen, am Nationaltheater Mannheim, am Maxim Gorki Theater in Berlin, am Thalia Theater Hamburg, am Theater Basel und am Staatstheater Stuttgart, wo er unter Friedrich Schirmer Hausregisseur war. Sein Hauptinteresse gilt der neuen Dramatik und jungen Autoren. 2004 hat er am Staatstheater Stuttgart Die Ballade vom Nadelbaumkiller von Rebecca Kricheldorf inszeniert. Diese Uraufführung wurde zu den Theatertagen in Mülheim und Heidelberg eingeladen. 2007 setzte er an der Staatsoper Hannover die Uraufführung von Edward Rushtons Oper Die fromme Helene in Szene. In Bern inszenierte er seine eigene Bearbeitung von Gotthelfs Die schwarze Spinne, die Deutschsprachige Erstaufführung von Enda Walshs The Homefront, Rebekka Kricheldorfs Rosa und Blanca, Goldonis Der Impresario von Smyrna, Kleists Das Käthchen von Heilbronn und Quartett von Heiner Müller, Molières Tartuffe und die Uraufführung Murder Ballads nach R Kricheldorf/N Cave, eingeladen zu den Autorentheatertagen des Deutschen Theaters Berlin, Juni 2011.
Bühne/Kostüme
Gregor Müller ist gebürtiger Frankfurter. Er studierte an der Hochschule fürGestaltung in Offenbach am Main und an der Hochschule der Künste in Berlin, wo er mit dem Diplom Industrial Design abschloss. Danach absolvierte er den Aufbaustudiengang Bühnenbild an der Technischen Universität Berlin. Er assistierte an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin und ist seit 1999 freischaffend als Architekt und Designer tätig. Er schuf Bühnenbilder für das Landestheater Linz, die Otto-Falckenberg Schule in München und die Staatsoper Hannover. Am Stadttheater Bern entwarf er in den vergangenen Spielzeiten das Bühnenbild für Enda Walshs The Homefront, für Rebekka Kricheldorfs Rosa und Blanca, für Kleists Das Käthchen von Heilbronn sowie für Molières Tartuffe.
Musik
Philipp Ludwig Stangl studierte Komposition an der Folkwang Hochschule, Essen. Er komponierte Bühnenmusiken für zahlreiche Schauspiel- und Tanzproduktionen an verschiedenen Theatern (u.a. am Theater Basel, Bremer Theater, Deutsches Theater Berlin, PACT Zollverein Essen, Schauspiel Graz, Landestheater Linz, Nationaltheater Mannheim, Münchner Volkstheater und den Wuppertaler Bühnen). Zu seinen Kompositionen, die auf Festivals und Gastspielen in Deutschland, England, Frankreich, Spanien, der Schweiz und in Japan aufgeführt wurden, zählen Ballettmusiken für den Choreographen Rodolpho Leoni, Werke für Kammerensembles, Arbeiten für Formationen der improvisierten Musik, sowie intermediale Kompositionen. Zudem unterrichtet er seit 2009 als Lehrbeauftragter and der Folkwang Hochschule, Essen. Am Stadttheater Bern schrieb er in den drei vergangenen Spielzeiten u.a. die Musik zu Die schwarze Spinne, Viel Lärm um nichts, The Homefront, Rosa und Blanca, Endstation Sehnsucht. Der Impresario von Smyrna, Andorra, Das Käthchen von Heilbronn. In der Inszenierung von Heiner Müllers Quartett war er sowohl für die Komposition wie auch für die Videos verantwortlich. In der vergangenen Spielzeit betreute er musikalisch die Produktionen Tartuffe, Parzival und die Koproduktion mit dem Schauspielhaus Hamburg Warum das Kind in der Polenta kocht musikalisch.
| < Zurück | Weiter > |
|---|
